Jenny und Eskobar

Eskobar
Eskobar Bielefeld, Forum 19.2.2002

Interview mit Robert

Jenny: Erzähl doch erst einmal ein bisschen über die Band.

Robert: Ja, also wir sind drei Jungs aus Stockholm, Schweden. Wir spielen seit fünf oder sechs Jahren zusammen, ich glaube seit 1996. Daniel ist der Sänger und Frederik der Gitarrist, ja und ich spiele Drums. Daniel und Frederik haben vorher schon ein oder zwei Jahre zusammen gespielt, damals war mein kleiner Bruder Peter noch in der Band, und für ihn bin ich dann gekommen.

Jenny: Wie viele Alben habt ihr bisher veröffentlicht?

Robert: Unser neues Album, das vor kurzem rausgekommen, ist das Zweite, aber unser erstes Album "'Til we're dead" kam Anfang 2000 auf den Markt.

Jenny: Wenn man etwas über euch liest, werdet ihr als schwedischer Britpop mit ein bisschen Cure, Garbage, Depeche Mode beschrieben.

Jenny: Wie würdest du selber eure Musik beschreiben?

Robert: Am liebsten gar nicht. Ich würde sagen, es ist ein bisschen melancholisch, und unser neues Album ist etwas elektronischer als das Erste. Aber ich denke, es hat melancholische, nette Songs drauf. Ein bisschen von Allem, langsame Stücke und auch ein paar Schnellere. Wir sind einfach ein paar Jungs, die das machen, wozu sie gerade Lust haben. Das ist alles. Beschreiben möchte ich unsere Musik nicht. Wenn wir Lust auf Rock'n' Roll haben, spielen wir Rock'n' Roll, oder Jazz egal, wir kümmern uns nicht drum. Wir spielen einfach, und dann denken wir, ja, dass klingt gut und wir probieren weiter. Wenn wir es dann richtig gut finden landen die Stücke hinterher dann auf dem Album.


Jenny: Woher kommt der Name Eskobar? Schließlich handelt es sich ja um ein spanisches Wort (escobar = Besen).

Robert: Man kann wohl mit dem Mangel an Fantasie erklären. Wir hatten vorher schon andere Namen für die Band, die uns aber nicht gefallen haben, und als dann unser erstes Album veröffentlicht werden sollte, wollten wir einen komplett neuen Anfang. Also haben wir einen Namen gesucht, der halt zur Band passt. Wir hatten alle möglich Ideen, aber entweder sie waren schon vergeben, oder sie klangen halt scheiße. Letztendlich haben wir auch alle unsere Freunde geben, uns bei der Suche nach einem Namen zu helfen, weil wir selber einfach zu doof waren.

Eines Tages war hatte jemand von unserem Plattenlabel ein Meeting mit einem amerikanischen Manager und hat ihn halt auch gefragt, ob er einen Vorschlag hat. Tja, und er hatte dann die Idee, dass "escobar" ein cooler Name für eine Band wäre. Uns hat der Name gefallen, und wir haben nur die Schreibweise geändert. Escobar ist ein ziemlich weitverbreiteter Name in Südamerika. Aber mit dem "k" haben wir ihm etwas eigenes gegeben. Im Prinzip ist es uns egal, wie wir heißen, aber Eskobar ist OK.


Jenny: Eure neue Single "Someone new" kommt in den nächsten Tagen raus und ist ein Duett mit Heather Nova

Robert: Ja, in Schweden ist die Single schon draußen, und demnächst auch in Deutschland. Es ist die dritte Single von unserem Album und ein Duett mit Heather Nova.

Jenny: Wie war die Zusammenarbeit?

Robert: Heather ist wirklich nett. Ich glaube wir waren nur zwei oder drei Tage im Studio um den Song aufzunehmen. Man kann gut mit ihr zusammenarbeiten, und Sie ist sehr professionell. Das letzten Mal als wir in Deutschland waren, haben wir Heather supportet, dadurch haben uns auch viele kennengelernt. Insgesamt sind wir schon das vierte Mal in Deutschland. Aber es gefällt uns und wir sind nur in Schweden erfolgreicher als in Deutschland.

Jenny: Wohin sollen euch eure nächsten Pläne führen?

Robert: Wir wollen als Nächstes andere europäische Länder wie Frankreich, Belgien und die Niederlande erobern. Wir wollen überallhin - wenn die Leute uns wollen, kommen wir.

Jenny: Mir ist aufgefallen, dass unten ziemlich viele Mädels stehen und auf euch warten. Kommen die wegen euch, oder wegen der Musik?

Robert: Weiß ich nicht, aber dass ist immer so. Ist doch nett. Vielleicht sehen sie in uns ja so ein bisschen was wie eine Boygroup, aber wir versuchen nicht, eine zu sein. Wie gesagt, wir sind drei Jungs, die so sind, wie sie sind, und nicht versuchen irgendwas vorzugaukeln, was nicht ist.

Jenny: Was habt ihr gemacht, ehe ihr von der Musik leben konntet?

Robert: So ziemlich alles, um die Miete bezahlen zu können. Ich habe studiert, und die andern beiden hatten verschiedene Jobs. Wir wollten halt Musik machen, und da war fast alles recht um die Miete zu bezahlen und sich über Wasser zu halte. Aber seit ungefähr zwei Jahren können wir von der Musik leben. Das ist ein echt gutes Gefühl.

Jenny: Ich habe einen Blick auf eure Homepage www.eskobar.com geworfen, und war doch sehr von dem vielsprachigen Angebot überrascht, aber warum ist da so ein Sprachenchaos?

Robert: Das weiß ich wirklich nicht, ich habe meine eigene Band Seite. Sie ist zwar komplett auf schwedisch, aber dafür einheitlich. Ich glaube, die offizielle Homepage ist ziemlich "light". Ich sehe sie mir nicht so oft an, sondern versuche meine so weit es geht auf dem Laufenden zu halten.

Jenny: Wie lautet denn die Adresse deiner Page?

Robert: www.eskobar.nu , aber wie gesagt, es ist alles in Schwedisch. Vielleicht mache ich es ja auch noch auf englisch, wer weiß? Auf jeden Fall sind die Infos da besser.

Jenny: Wenn man denn Schwedisch kann. Möchtest du zum Abschluss noch was sagen?

Robert: Heute ist unser erstes Konzert, also kommt und seht selber wie wir sind. Wir lieben es live zu spielen.

© 2002 by Jennifer Richmond

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