MIB 2 und ein wenig Spirit

In meiner bloglosen Zeit habe ich volle zweimal das Kino aufsuchen können, und habe dort aus verschiedenen Gründen tatsächlich auch Filme angeschaut:

  • Men in Black 2: Recht kurz, das Ganze, oder ? Und viel Story ist auch nicht drin, J (Will Smith) reaktiviert K (Tommy Lee Jones) und danach wird im Grunde die eh recht dünne Story aus dem ersten Teil wieder aufgewärmt. Klingt bisher nicht besonders, oder ? Dazu kommen aber noch exzellente Effekte, vor allem die Aliens von Rick Baker (er wars doch, oder ?) und mal wieder ein besserer Soundtrack von Danny Elfman, der die Scharte des für seine Verhältnisse eher müden Spider-Man Scores mit einer soliden Leistung wieder auswetzt. Letzten Endes entscheiden die zündende Chemie zwischen den beiden gutaufgelegten Stars (vor allem Jones ist sehenswert) und einige recht gelungene Gags die Wertung: Ein netter Popcornstreifen, amüsant, und grade das richtige, um sich einen netten Abend zu machen.

  • Spirit - Der wilde Mustang: Oje, das soll von den Shrek-Machern sein? Ich glaube, ich war von wenigen Trickfilmen der letzten Jahre dermaßen enttäuscht, vielleicht seit Titan AE nicht.
  • Spirit ist eine Art Western, aus der Sicht von Pferden, insbesondere natürlich aus der des behuften Helden. Das Gute zuerst: Die Animation ist mustergültig, die Hauptfiguren bewegen sich lebendig, und gerade die Pferde sind überzeugend;die Charaktere sind auch nett angelegt.Die Pferde reden und singen nicht, übrigens - danke! Auch der dramatische Aufbau der Szenen ist gut gelungen; die Stimmen sind ebenfalls passend. Über die Musik will ich mich ob meines nicht ganz neutralen Einstellung zu sowohl Brian Adams (Original) und diesem Sänger von .. PUR (der macht die deutschen Version) lieber nicht äußern, wobei der Score von Hans Zimmer sich ganz erträglich, wenn auch ein wenig dick aufgetragen einfügt. Der Film ist digital animiert, dennoch wurde versucht, eine zweidimensionale Optik wie in den klassischen Disneyfilmen zu erreichen, im Gegensatz zum eher computermäßig aussehenden Shrek. Das gelingt leider nur in den Szenen gut, in denen keine 3D-Objekte in Bewegung vorkommen, wie Wasser oder einmal eine Lokomotive - in diesen Szenen wird die Optik zu einer unentschlossenen Mischung aus stilisierten Charakteren und realistisch texturierter Umgebung. Das alles reicht nicht zu einem Verriß - aber die übermäßige Verwendung von (Trick-)Tierfilmklischees gibt ihm dann den Rest: Der pferdische Held fällt mindestens 23mal sehr dramatisch von einer Klippe.. in einen reißenden Fluß! Ich glaube, nichtmal kleine Kinder fallen darauf mehr als einmal hinein.Diesen Film habe ich in Berlin mit einer Freundin geschaut, zur Überbrückung der Zeit bis zur Abfahrt meines Zuges. Ich habe selten so viel gelacht...

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