Erkenntnisse einer Sonntagnacht, zirka 1:47

Es ist auf Winterzeit umgestellt worden und so fühlt es sich auch an, ob das Thermometer nun tragbare 12° anzeigt oder nicht. Ich bin am Wochenende nicht ausgegangen, ich blieb kränklich-welk im Bett. Und nun liege ich wach. Na super.

  • Joachim ‘Blacky’ Fuchsberger war zu Gast bei Zimmer frei!, einer meiner wenigen verbliebenen Fernsehrituale, das jeden Sonntagabend begangen werden muss. Er hatte einen Stock mit Silbergriff und küsste beide Moderatoren. Auf den Mund! Ich erstarre in Ehrfurcht. Der Mann war auch sonst großartig.
  • Man diskutiert ja allenthalben über den “Verlust des Privaten” – ich finde, es gibt viel zu viel Privates heutzutage. Klar, die Leuten haben keine Probleme damit, sich etwa das Antlitz ihrer Oma aufs Hinterteil zu tätowieren und das Ergebnis mit Namen und Anschrift im Internet zu veröffentlichen – aber sie würden nie auf die Idee kommen, einen Fremden auf der Straße anzusprechen. Oder eine Gute Party zu machen. Unangemeldet bei jemandem anrufen oder gar zu Besuch kommen, spontan. Mancher geht ja nicht einmal mehr aus, sogar die Pizza lässt man sich bringen. Grauenhaft.
  • Ich habe schon lange keine Rezepte mehr bekommen, auch im fressmorg sieht es ähnlich traurig aus. Schade.
  • Zu viel Ärger, zu viel Unerfreuliches in letzter Zeit – selbst mein mächtig stressiger Ex-Job in der Familienhilfe hat nicht geschafft, das mein Magen sich so beklagt wie gerade jetzt: Ich habe einfach nur Schmerzen, keine übelkeit mehr. Ich befürchte eine übersäuerung; das hatte ich viele Jahre nicht mehr. Wäre das nicht so ungesund: Grund zum Ärgern, als ob ich nicht schon genug Gründe hätte. Ich lass mir was zum Freuen verschreiben, glaub ich. Ich wüsste schon was. Gibt’ s aber nicht auf Rezept.
    Trotz Schmerzen habe ich ernsthaft Luft, mich zu besaufen.
  • Ich sollte mich mal nach einer Wohnung umschauen und auch nach einer Küche – wo gibt es denn schöne, flexible Küchen, die auch enorm stabil und dazu noch richtig günstig sind? Dafür reise ich auch schonmal durchs Land.
  • So lange schon habe ich niemanden meiner Blogfreunde mehr besucht, das finde ich sehr schade.

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