Eine ganz hübsche Menge wohl recht findiger Leute hat sich ziemlich lange Zeit ebenso fleissig wie erfolglos damit beschäftigt, aus Blei etwas weniger giftiges zu machen, zum Beispiel Gold.
Vielleicht würde es sie freuen, wenn ich hier verkünden kann, eine ganz ähnliche Umwandlung durchführen zu können – ich will sogar so weit gehen zu behaupten, weit über die ursprüngliche Aufgabe hinaus erfolgreich gewesen zu sein.
Der Vorgang ist ausgereift und sicher, er benötigt nicht einmal zwingend Blei, sondern lässt sich mit fast jeden Subjekt durchführen – stofflich oder nichtstofflich.
Allerdings gibt es eine winzige Einschränkung: Gold kann ich nicht herstellen, dafür aber Sorgen und die aus fast allem.
Ich kann Sorgen aus Blei beziehen, aus Frischkäse, der vielleicht nicht mehr frisch genug ist, ich kann mir Sorgen aus Rost und Stahl machen, aus Büchern und aus Wolken. Auch Autos, Zebrastreifen, Topfpflanzen, Lumpen, Latex, Lust und Liederlichkeit kann ich mein Spitzenprodukt herstellen; auch Abwesenheit und Stille und Zuneigung sind gute Rohstoffe.
Ich bin sogar versucht zu behaupten, dass ich mir regelmäßig Sorgen aus Nichts produziere.

Dann sind wir ja schon zwei. Reicht das für einen eingetragenen Verein?!