Grillen und Spiele

Da die jungen Eltern nebst Sprössling wieder mal ein unheiliges Getöse direkt über meiner Schlafstätte veranstalten, kann ich genauso gut etwas schreiben, oder? Genau, ich schreibe was.

Vorgestern war ich auf einer Betriebsfeier meines neuen Arbeitgebers, genauer gesagt auf einem Sommerfest - das bedeutet wohl, dass es mindestens auch noch ein Winterfest geben könnte, ganz zu schweigen von entsprechenden Frühlings- und Herbstveranstaltungen. Ich weiß nicht richtig Bescheid, habe aber schon ein wenig Angst.

Denn vielleicht wisst ihr ja noch, dass ich Sozialarbeiter bin. Das bedeutet, dass viele meiner Kolleginnen (und wenige Kollegen) Pädagogen sind. Das bedeutet: Spiele bei jeder Feier! Normalerweise sind es immer nur zwei bis drei Leute, die unbedingt lustige Spielchen mit gruppenbildendem Charakter (man ist ja nicht ohne Grund Pädagoge) vorbereiten oder spontan einbringen. Nun müsst ihr nicht auf die Idee kommen, dass die anderen in dieser Branche genauso so sind: Genauso wie jeder andere normale Mensch schätzt auch der durchschnittlich Sozialpädagoge es nicht sonderlich, gegen den Personalchef im Topfschlagen oder im Sackhüpfen anzutreten. Aber … es wird dieses Momente im Leben geben. Immer.

Jemand muss derjenige sein, der die immer selben alten Kinderspiele ins Gespräch bringt, obwohl jeder einzelne im Grunde lieber einfach etwas zusammensitzen und etwas auf Kosten der Firma essen und trinken will.

"Oh, das war aber lustig!"

Warum nur? Machen das andere auch? Zum Beispiel Informatiker oder Bänker?

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