Meine SuB der Abenteuer

Der Begriff des Stapels ungelesener Bücher - kurz SuB - ist mir erst vor kurzem untergekommen und da ich mental gerade nicht zu allzuviel Anderem in der Lage bin, werde ich hier mal meine SuB veröffentlich und eventuell kommentieren, wenn ich es angebracht finde. Ich werde nur Bücher aufnehmen, die ich höchstens für ein paar Seiten angelesen habe, denn die nicht vollendeten Bücher habe ich ja bereits vor einigen Wochen beschrieben.

Es geht los:

  • Tim und Struppi und das Geheimnis der Literatur von Tom McCarthy. Ein Geschenk meiner Mutter, die dazu etwas entschuldigend meinte, dass das Buch sehr hübsch wäre, aber vermutlich falsch. So ganz stimmt das nicht - wer Tim und Struppi mag, wird hier viel Spaß haben - und ich mag die Sachen von Hergé gern. Eine fast schon pathologisch penible Analyse der Comics. Macht Spaß, wenn man dazu bereit ist.
  • The Borrible Trilogy von Michael de Larrabeiti. Eine schwer angepunkte, heftige und liebenswürdige, klassische aber eher Unbekannte Ausgeburt etwas anderer Fantasy über die Borribles in den Straßen von London, deren Ohren spitz werden, sobald sie sich für diesen Lifestyle entscheiden. Fürchte die Special Borrible Group. Und wer einem Borrible die Ohren rund schnippelt, verurteilt den Armen zum erwachsen werden. Freue mich wirklich aufs Lesen.
  • The Collected Jorkens von Lord Dunsany (Volumes One & Two). Clubgeschichten mit viel Whisky und schamlosen Lügen Tatsachenberichten von einem Mr. Jorkens. Spare ich mir für den Winter.
  • Smetters erzählt Mordgeschichten, auch von Dunsany.
  • Der Schatten der Scheuermagd von Dunsany. Die Scheuermagd vermisst ihren Schatten, was so natürlich nicht hingenommen werden kann.
  • Think! von Edward de Bono ... über das Denken - eigentlich eine Anleitung dazu. Bestimmt praktisch.
  • Kafka am Strand von Haruki Murakami. Bisher wurde mir von Murakami nur vorgelesen - einmal vor vielem Jahren und noch einmal im letzten Jahr. Ich mag Murakami sehr gern. Aber nun... sollte ich ihn auch selbst lesen. Das ist noch eines von diesen Büchern, die im Regal liegen und jedesmal wenn ich sie sehe... streichele ich zärtlich mit Blicken über den Buchrücken. Darauf freue ich mich.
Es sind gar nicht viele Sachen, oder? Verglichen mit anderen Leuten, die ihre ausufernde SuB veröffentlichen - vermutlich um sich selbst ein wenig zu strafen und um sich vielleicht vor Doppelbeschenkungen zu schützen.  Nun werde ich langsam neugierig auf eure Stapel...

4 Kommentare

  1. Nun ich spare mir aufzuschreiben wie viele unglesene Bücher ich habe denn es sind mit Ausnahme einiger meiner Lehrbücher ziemlich genau 0.
    Ich bin unbeherrscht und muss jede neue Errungenschaft gleich verschlingen am besten eingeschlossen in ein Stasisfeld abgeschirmt von jeder Ablenkung.
    lg

  2. Ich würde dasselbe von mir behaupten – allerdings… äußert sich meine Zügellosigkeit darin, interessante Bücher unbedingt haben zu wollen.

  3. hierzu muss ich unbedingt etwas sagen. eigentlich wollte ich das schon vor tagen tun, der feedreader hat mir aber mal wieder zu viel angeboten, daher erst jetzt.
    ich kaufe immer mehr bücher, als ich lesen kann. das ist wie der kampf gegen cents im portemonnaie – der sieg nahezu unmöglich. ich glaube aber der sub hält sich in einer recht konstanten höhe. ich würde ihn durchaus auf in etwa vierzig bücher schätzen. dabei lese ich besonders in diesem jahr außerordentlich viel.
    ich möchte die gelegenheit nutzen ein, zwei bücher zu empfehlen, die ich gerade gelesen habe, so dass dein stapel auch etwas größer wird. zum einen wäre das miss lonelyhearts von nathanael west – etwas deprimierend allerdings. zweitens rate ich zu candide von voltaire, was wiederum desillusionierend ist, eine abrechnung mit dem optimismus. erwähnte ich, dass ich fast ausschließlich bücher von toten lese?
    um nicht wie ein abgehobener intellektueller rüberzukommen, empfehle ich als bonus die ansgar brinkmann biographie: der weisse brasilianer. man sollte sich dafür aber zumindest etwas für fußball interessieren. also womöglich doch eher nichts für dich. war auch eher dazu gedacht meine street credibility nicht zu ruinieren.

    • Brinkmann saß so gegen Ende meiner Studienzeit immer in der Wunderbar und schaute irre in der Gegend herum. Damals wusste ich aber nicht, dass das ein legendärer Fussballer war. Ich dachte, das wäre ein gefährlicher Irrer.