Kafka am Strand von Haruki Murakami.

Man hat mir Murakami schon oft empfohlen.

Wohl nicht ganz ohne Grund - ich habe da dieses Faible für Geschichten, die am Rande des Phantastischen und vielleicht einen kleinen Schritt darüber hinaus stattfinden. Schlaue Leute mit gutem Geschmack hatten schon lange etwas von diesem Herrn aus Japan gelesen und da genau den richtigen Stoff für mich vermutet.

Um dieser Besprechung ein wenig die Spannung zu nehmen: Auch wenn ich fast zehn Jahre brauchte, um dann doch endlich einmal mit Kafka am Strand meinen ersten Murakami zu beginnen… hatten sie doch recht. Empfohlen bekam ich den Autor ausschließlich von Frauen, geschenkt bekam ich das Buch dann von einem Mann. Das hat sicher nichts zu bedeuten.

Was ist zwischen den Buchdeckeln? Eine Ödipus-Geschichte mit allen Schikanen, Regen aus Blutegeln, ohnmächtige Schulkinder, Gespräche mit Katzen, Beethoven, Flucht, Freundschaft Bibliotheken und Sex.

Dazwischen sind ungefähr zwei fast unerträgliche Szenen untergebracht, die mich das Buch erst einmal weglegen lassen wollten… natürlich habe ich es nicht getan. Ich habe einmal tief durchgeatmet, die Augen für einen Moment geschlossen und dann weitergelesen. Die Leute, die mir gegenüber im Zug saßen - die haben sich bestimmt gewundert.

Freundlich, modern und gut lesbar geschrieben, eine gute Geschichte und dann und wann wunderschöne Zeilen… ich glaube, das wird nicht mein letzter Murakami sein

Bitte wartet auf keinen Fall zehn Jahre.

2 Kommentare

  1. Dass es dich auch noch gibt… freut mich! Ich schaue mal, da ist noch einiges wegzulesen, bevor ich neue Buch anschaffe/ausleihe. Aber wie gesagt, es wird noch was von Murakami kommen.