So kurz vor Weihnachten, wenn das Wetter kalt und nass und die Arbeit schlichtweg zuviel wird, da buddel ich meine Gänge tiefer unter die Erde, weit unter den geschäftigen Westen Bielefelds – tiefer und tiefer, bis man die Geschäftigkeit der Welt dort oben kaum noch mitbekommt. Weil ich da unten ein bequemes Sofa, solides Internet, Kekse, Whisky und Ingwertee habe, ist der Weg hoch zum Tageslicht nicht besonders erstrebenswert. Ich bleibe lieber hier drin, kuschelig eingegraben.
Ist ja eh ekelhaft da draußen. Wer will schon da raus?
Ich jedenfalls nicht, soviel steht fest.
Na gut, für auserwählte Dachse und Spezialmenschen mache ich Ausnahmen. Außerdem kann ich mal darüber nachdenken, zu Weihnachten die Nase an die Luft zu stecken und probeweise ein paar Schritte in die Öffentlichkeit zu wagen.
Nun, falls ihr etwas Leckeres vor dem Bau wedelt, dann… nun, das könnte auch von Erfolg gekrönt sein. Aber gebt euch Mühe: Dieses Sofa hat große Macht über mich und sein Zauberbann ist nicht leicht gebrochen.
