Faules Ei gelegt bekommen.

So etwas erwartet man ja an einem Ostersonntag eher weniger: Erfahren, dass irgendjemand mich "gehackt" hat und meine persönlichen Informationen in einem Forum gepostet hat, welches ich früher einmal frequentiert habe. In der Folge helle Aufregung in besagtem Forum und… Ärger bei mir. Nicht, dass es sonderlich geheim wäre wie ich heiße oder dass ich dieses Blog schreibe - wenn die Person keine "Hacker-Tools" verwendet hätte, würde natürlich auch ein Blick ins Impressum weiterhelfen.

Klar: Wer eine Domain registriert, muss einen Namen und eine Anschrift angeben. Das kann jeder völlig legal auslesen und darüber sollte man sich im Klaren sein. Aber: Kein großes Ding. Aber im ersten Moment ist man schon überrascht.

Auch wenn ich nicht gerade glücklich über das Geschehene bin, habe ich so gar keine Angst vor dem "Virus", den ich bereits erhalten haben soll. Auch nicht darüber, dass meine "DNS gerootet wird" und dass ich "schon sehen werde".

Mir gefällt der Gedanke nicht, was solche Vollärsche bei Personen anrichten, die nicht meine spärlichen technischen Informationen haben, wie sehr man Menschen im Internet unter Druck setzen kann, wie einfach all das ist, wenn man nur gelangweilt und einsam genug ist, um eine völlig unbekannte Person anzugreifen. Wie ausgeliefert sich ein Mensch fühlen kann, der sich nicht vorstellen kann wie das alles passieren konnte. Warum sie oder er das das verdient haben soll.

Das kotzt mich - mit Verlaub - alles ganz entschieden an. Wie armselig kann man sein?

Was ändert sich für mich? Wenig bis gar nichts. Aber ich werde mir überlegen, wo ich schreibe und wo nicht. Ich werde mir auf lange Sicht Gedanken darüber machen, wie ich mit Netzangeboten umgehen werde denen ich nicht so recht traue. Vielleicht war ich in der Vergangenheit auch einfach zu offen. Nicht, weil ich mich jetzt konkret bedroht fühle, sondern weil ich einfach keine Lust auf Situationen wie die heutige habe. Andere haben sich wirklich Sorgen um mich gemacht.

Dafür ist mir meine Zeit nämlich zu kostbar und nun… genieße ich meinen Ostersonntag. Ich hoffe, ich war nicht allzu konfus in meiner Wut und ihr tut es mir gleich - mit dem Genuss, nicht mit der Wut. Bis bald!

3 Kommentare

  1. Es ging also nur so weit, dass derjenige deine Daten, die auch im Impressum zu finden sind, in irgendein Forum geschrieben hat? Würde mich gerade eher weniger ärgern, aber ich habe ja auch bislang keinen Privattroll.

  2. Ja, aber du hast ja auch etwas Ahnung, wie man an solche Infos kommen kann. Wenn ich das nun NICHT wüsste… käme ich schon sehr ins Grübeln.

    Ich mag einfach keine Toleranz für solche Arschlöcher. Für mich – beinahe – auf derselben Stufe wie anonyme Anrufer.

  3. Klang danach, als hätte es auch sein können, dass sich da jemand tatsächlich in deinen Computer gehackt hätte. Das wäre schon beunruhigend, weswegen ich mich gerade auch eher unter Ubuntu sicher fühle (gerade weil ich letzte Woche Schadcode in einem WordPress-Blog gefunden habe, der sich eigenständig über Filezilla eingeschleust hat).