Neue berufliche Perspektiven.

Ich bin kein besonders auffälliger Mann, aber nicht jeder kann von sich behaupten, nur durch Handauflegen zwei Geschirrspüler in drei Tagen vernichtet zu haben. Zuerst mein eigener und dann das Gerät, welches auf der Arbeit seinen Dienst verrichtet.

Besser: Das Gerät, welches bislang Geschirr und Besteck auf meiner Arbeitsstelle gereinigt hat. Jetzt tut es das nicht mehr.

Das war mein Werk.

Mein geschätzter Bruder ist sich ziemlich sicher, dass ich eine besondere Eigenschaft habe, die man "echt Scheiße an den Händen haben" nennt. Wenn der Recht hat - und das hat er leider in vielen Sachen mit beunruhigender Sicherheit (ausgenommen Essen, Musik, Frisuren und einigen anderen Details) - dann sollte ich mir in Anbetracht meines nur durchschnittlichen Durchschnittseinkommens überlegen, diese Eigenschaft zu Geld zu machen.

Ich könnte im Auftrag von Geschirrspülerherstellern und entsprechend zuständigen Reparaturbetrieben Leute besuchen, ihnen anlässlich ihrer hervorragenden Produktwahl Törtchen schenken und dezent die Hand auf ihre Geschirrspülautomaten senken. Selbstverständlich würden diese Termine erst nach Ablauf der Garantiezeit eingerichtet.

Ein ganzer Wirtschaftszweig könnte von mir gerettet werden, die Binnennachfrage wäre innerhalb kürzester Zeit auf einem Aufwärtstrend und ich könnte mir überlegen, mein Hobby - Außerbetriebsetzung von Kaffeemaschinen - ebenfalls professionell zu betreiben.

Die Perspektiven sind mannigfaltig, geneigte Leserinnen und Leser. Wenn nur mein Gewissen nicht wäre…

4 Kommentare

  1. Aber, aber. Wahrscheinlich bist du magnetisch. Hast du mal getestet, ob du dir Gabeln an die Stirn kleben kannst?

  2. Ah, du gestehst. Endlich! Jetzt kannst du auch alles zugeben: Wann genau warst du bei uns und hast unsern Trockner angefasst!?