Die großen Erfolge. Teil 1: Die frühen Jahre

Kürzlich fragte mich Bernd auf Facebook nach den zehn LPs/CDs die mich am meisten beeinflusst haben, unabhängig von der Qualität. Eigentlich sollte ich da direkt auf Facebook machen, ich verlagere es aber hierhin, weil ich vermutlich wieder so richtig Platz brauche. Außerdem sollt ihr ja mein Blog lesen. Wusstet ihr das noch nicht? Lest mein Blog. So, nachdem das gesagt wurde, fange ich mal von vorn an. Damit meine ich… meine frühesten musikalischen Meilensteine. Ich denke, das werden drei Teile.

Dschinghis Khan - Dschinghis Khan (1979)

Cover_for_Dschinghis_Khan's_album_Dschinghis_KhanOh ja, genau - eine von Ralph Siegels größten Sünden. Natürlich kann man da mit fünf Jahren auch wundervoll mitsingen - „Dsching- Dsching- Dschingis Khhhaaaan…“ geht eben immer, vermutlich sehr zum Leidwesen meiner Eltern. Eigentlich fand ich die auch aufgrund ihrer eher bunten Bühnenshow und insbesondere aufgrund der beeindruckenden Gesichtsbehaarung des bandeigenen Tänzers toll - das ist der mit dem Umhang.

Ich bin sicher, jeder hat sich für mich geschämt. Nicht zu unrecht, wie ich zugeben muss. Aber dies sündige Werk ist auch gleichzeitig das Coolste im Katalog von Darth Siegel.

Harry Belafonte ‎– Golden Records - Die Grossen Erfolge (1964)

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Diese steht für eine ganze Reihe von Belafonte-Platten in der Sammlung meiner Eltern. Ich liebe die Musik von Harry Belafonte und habe schon früh entdeckt, was für das eine grandiose Untermalung zum Herumtoben ist… in jedem Alter. Ich werde Harry Belafonte immer lieben und dazu toben. Wenn ihr damit ein Problem habt, dann stimmt irgendetwas nicht.

Kommt schon - Harry Belafonte? Day-oooooo. Day-oooooOOoooo!

Wer Harry Belafonte nicht mag, hat ein Problem in Sachen Seele. Das ist jedenfalls meine ehrliche Ansicht und vielleicht solltest du dir jetzt größere Sorgen machen.

Bruce Springsteen - Born in the USA (1984)

born-in-the-usaIch war als Kind ein großer Fan von Bruce Springsteen. Unter anderem auch, weil er diese zerrissenen Jeanswesten trug und diese Stirnbänder. Das beeindruckt einen Viertklässler. Außerdem war er überhaupt nicht wie die 80s-Musiker. Ich fand das cool. Cooler als Boney M. Ich hatte sogar einen Springsteen-Seesack. Wozu ein Seesack gut ist, wenn man nicht zur See fährt - das war mir nicht klar, aber es war der günstigste Fanartikel. Ich legte ihn mir in den Schrank und gehörte dazu. Zum Boss. Sehr zum Unverständnis meiner Mitschüler. Später entfremdeten Bruce und ich uns etwas, weil ich das Album zu unkritisch und patriotisch fand. Dann hatte ich genug Englischunterricht und wir wurden wieder beste Kumpel. So wie früher wurde es aber nie wieder - die Stirnbänder fehlten eben, aber der Boss blieb immer noch ganz schön cool. Bis heute.

Nächste Woche geht es weiter.