Die großen Erfolge. Teil 3: Old-School 90s.

Platten, die mich entscheidend beeinflusst haben, irgendwann in meinem Leben. Qualität ist hier ausnahmsweise nicht wichtig. Teil drei von drei und damit der letzte, Gottseidankesreicht. Den ersten davon findet ihr hier, den zweiten hier.

Wipers - Is This Real? (1979)

isthisreal624Ab den 90ern habe ich angefangen, mehr ältere Musik anzuhören und dazu gehörten auch die ganzen Punkgeschichten. Natürlich mag ich die Ramones, natürlich mag ich die Dead Kennedys - aber die erste LP der Wipers ist cooler. Ich bin auch gar nicht so sicher, ob das hier wirklich Punkrock ist - der „Band“ (eigentlich ein Soloprojekt von Greg Sage) war das mit Sicherheit vollkommen egal. Ernsthaft und emotional, Gitarren wie ein aufkommendes Gewitter, eigentlich jeder Song ein Hit. Ich hätte zu dieser Zeit natürlich auch Pennywise hören können. Aber, äh, lieber nicht.

Madness - One Step Beyond (1979)

R-395329-1350228772-4837Wie so viele fehlgeleitete Seelen der 90s begann ich Sia-Punk und Ska zu hören - allerdings ging ich nie so weit, dem fürchterlich anstrengenden Latin-Ska zu verfallen. Ich brauchte Jahre um festzustellen, dass es sich hier um eine ziemlich einfache Musik handelt, die leider auch langweilige Musiker en Masse anzieht und man die meisten Ska-Bands daher komplett vergessen kann. Eine andere Erkenntnis war, dass ich Madness liebte und zwar insbesondere die Tatsache, dass sie es mir der „wahren Lehre“ gar nicht so genau Namen und daher laut Puristenmeinung keine Ska-Band sind: Ich finde, sie sind viel besser. Außerdem schreiben sie tolle Songs mit mit guten und sogar wirklich lustigen Texten, was auch nicht gerade viele Ska-Kapellen von sich sagen können.

Dead Moon - Stranded In the Mystery Zone (1991)

Stranded+In+The+Mystery+ZoneDead Moon waren lange Jahre regelmäßig im Forum Bielefeld und vor dem Umzug im Forum Enger zu Gast. Unter verschiedenen Bandnamen sind Fred und Toody Cole schon seit den 60s aktiv und eigentlich immer auf Tour. Entsprechend rauh sind die Stimmen inzwischen, aber das passt ganz toll zum ganz schön wundervoll kaputten Sound. Das ist so eine Art Garagen-Punk-Blues. Eine der besten Livebands überhaupt - die Band spielte immer direkt am Rand der Bühne, Schlagzeuger eingeschlossen. Eigentlich sind alle Aufnahmen von ihnen gut, aber ich mag vor allem den frühen Stoff.

Nächste Woche: Weniger Musik, mehr Text.

2 Kommentare

  1. Ich war ein großer Ska-Fan, aber besser als Madness gefielen mir die Specials. Das Debut-Album hab ich gehört bis es auseinanderfiel, genau mir vor die Füße. Konnt ich direkt weitertanzen.