Die Bahn und ich: Ein Missverständnis.

IMG_2731 Die neue Eigenwerbung der Bahn und vor allem eines ihrer neuen Plakate finde ich erhellend. Ich habe mich lange gewundert, warum die deutsche Bahn in ihrem ganzen Tun anscheinend nie dasselbe im Sinn hat wie ich, es schien mir sogar oft so, als sei ich gar nicht Teil ihrer Zielgruppe. Jetzt habe ich endlich Gewissheit: Diese vielen anderen Menschen – sie suchen einfach nur die Gefahr – Nervenkitzel, den sie bei der Nutzung des deutschen Schienenverkehrsnetzes auch täglich finden.

Ich? Ich bin kein Abenteurer. Ich will doch nur heim.

Warum ich so selten einen Sitzplatz in der Bahn bekomme.

Regionalbahn Manche Leute brauchen ein Mauspad, eine Fußablage, ein Büro oder einfach mehr Stauraum für ihre viel zu schweren Rucksäcke. Dafür habe ich natürlich vollstes Verständnis und kann niemals verantworten, diese Menschen auch noch durch ein “Entschuldigen sie bitte, ist da noch frei?” bei ihren überlebenswichtigen Beschäftigungen zu stören. Ich stehe nämlich nach einem (sehr) langen und (sehr) nervigen Arbeitstag besonders gern und bin glücklich darüber, meinen Mitreisenden bei dieser Gelegenheit meine überlegene Fitness demonstrieren zu können.

Meditation in Tüten.

Mediation kann jeder – man kann sie  auch sehr gut in Whirlpools betreiben und sie riecht nach Weihrauch und Vanille. Das haben die zahlreich mitlesenden Fachleute natürlich bereits gewusst. Ein guter Gedanke: In euren Leben wird alles gut, solange nicht die Meditation ausgeht. Aber denken wir weiter: Was wohl passiert, wenn man ‘Pure Meditation’ mit ein ein wenig ‘Dezenter Dekadenz’1 mischt? Mit Bullrich’s Universal-Reinigungs-Salz für den überreizten Zivilisationsmagen? Haferschleim? Bubble Tea?

Die Möglichkeiten sind unendlich und vollkommene Ruhe für Körper, Geist, Seele wäre nur der Anfang.

Solange man eine Wanne hat.

P.S.: Ich habe keine Badewanne.

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