Die neue Eigenwerbung der Bahn und vor allem eines ihrer neuen Plakate finde ich erhellend. Ich habe mich lange gewundert, warum die deutsche Bahn in ihrem ganzen Tun anscheinend nie dasselbe im Sinn hat wie ich, es schien mir sogar oft so, als sei ich gar nicht Teil ihrer Zielgruppe. Jetzt habe ich endlich Gewissheit: Diese vielen anderen Menschen – sie suchen einfach nur die Gefahr – Nervenkitzel, den sie bei der Nutzung des deutschen Schienenverkehrsnetzes auch täglich finden.
Ich? Ich bin kein Abenteurer. Ich will doch nur heim.

Es gibt hin und wieder todsichere Anzeichen für bestimmte Sachverhalte. So wie zum Beispiel die hier beschriebene (und illustrierte) Symptomatik, die auf “Eine Turbulente Woche” schließen lässt.
… aber ich muss zugeben, als ich das hier an der Kasse vorlegen musste – da war mir schon etwas unwohl. Nein, das war nicht für meine Oma. Ja, ich habe noch alle meine Zähne. Nein, ich meine damit nicht “alle meine Dritten”.
Manche Leute brauchen ein Mauspad, eine Fußablage, ein Büro oder einfach mehr Stauraum für ihre viel zu schweren Rucksäcke. Dafür habe ich natürlich vollstes Verständnis und kann niemals verantworten, diese Menschen auch noch durch ein “Entschuldigen sie bitte, ist da noch frei?” bei ihren überlebenswichtigen Beschäftigungen zu stören. Ich stehe nämlich nach einem (sehr) langen und (sehr) nervigen Arbeitstag besonders gern und bin glücklich darüber, meinen Mitreisenden bei dieser Gelegenheit meine überlegene Fitness demonstrieren zu können.