Cover Image

Die schlimmste Zeit des Jahres.

Januar 19, 2019 - Lesezeit: 2 Minuten

Schon seit vielen Wochen gibt es wenig Licht in unseren Tagen. Wenn es Licht gibt, dann ist es matt und grau. Winter. Noch dazu ein Winter, der wenige klare, helle Tage hatte, was wohl an den wenigen frostigen Tagen lag. Das ist nicht meine liebste Jahreszeit und ich bin mir reichlich sicher, dass ich mit dieser Meinung nicht alleine bin. Richtig, meine geneigte Leserschaft? Ich werte euer Schweigen einmal als stillschweigende Zustimmung. 

Ich glaube, gerade leben wir in einer ziemlich einsamen Zeit. Es fällt mir schwer, mich zu irgendetwas zu motivieren - ihr würdet mir kaum glauben, wie lange ich gebraucht habe um den zerrissenen Schnürsenkel in meinen Halbschuhen auszutauschen… ich habe einfach ein anderes Paar getragen. Faul? Ja, verdammt - faul oder so. Ich weiß ja nicht wie ihr das macht, aber ich kontere diese graue düstere Stimmung in verstärktem Ausgehen und entsetzlich ausgeprägter Internetnutzung. Solo-Videospiele? Keine Energie, Leute. Keine Energie. Es ist ein verdammter braungrauer Matschwinter.

Was war das eine Gute am Winter? Na, er kannte die Antwort; er hatte das Buch schon gelesen. Wenn der Winter kommt, kann der Frühling nicht weit hinterher sein.  Aber, o doch, dachte er. Doch, er kann; sehr sehr weit.

(Little, Big, John Crowley)

Vielleicht sollte man sich einmal die paar Sekunden Zeit nehmen und jemandem den man schon lange nicht mehr gesprochen hat, einmal schreiben. Vielleicht könnte man sogar einfach telefonieren und das sogar, ohne vorher lange zu fragen und einen Termin auszumachen, old school sich-mal-melden. Ich bin sicher, ihr fühlt euch danach beide besser. Vielleicht rettet ihr jemandem den Tag, die Woche und vielleicht auch einmal ein Leben. 

Die Sonne kommt bestimmt wieder und ich bin fast sicher, dass ich sie heute morgen einmal für eine Weile gesehen habe. Passt auf einander auf und haltet durch oder auch einfach so: 

Be excellent to each other.

(Bill S. Preston)