Es ist der 26. Mai 2018. Ein Tag nach dem endgültigen Inkrafttreten der Datenschutzgrundverordnung.

Ein naheliegender Tag für den Start eines neuen Blogs, oder?

Ganz sicher ist das so.

Ich möchte über Sachen schreiben, die mir gefallen - das bedeutet, dass ich das neue Blog grundsätzlich positiv aufziehen will. Es gibt schon so viele schlechte Nachrichten und so viel Wut im Netz, da möchte ich in eine andere Richtung gehen. Das soll nicht heißen, dass ich nicht mit kritisch mit den Dingen umgehen werde, die ich liebe. Aber es bedeutet, dass ihr hier keine oder wenige Verrisse finden werdet. Das überlasse ich gern anderen Leuten.

Ach ja: Ich werde sicher nicht wie einst alle 1-2 Wochen einen Artikel schreiben; zweitweise habe ich ja sogar fast täglich etwas rausgehauen - das war nur für die Besucherstatistik des Blogs gut, alle anderen Aspekte haben aber gelitten. Ich werde schreiben, wenn ich mich danach fühle. Das könnte auch aufgrund des neuen Systems deutlich öfter passieren als in den letzten Monaten.

Es wird sicher noch viel am System geschraubt werden, bis alles für mich wohnlich eingerichtet ist. Ich bin noch nicht so recht glücklich mit dem Design-Theme - die Optik wird sich bestimmt noch ändern.

Ich beantworte mal ein paar Fragen, die bis jetzt niemand gestellt hat:

Ist gorgmorg zurück?

Nein. Ein anderes Blog mit vielen Gemeinsamkeiten ist zurück. Es heißt nur ebenfalls Gorgmorg, es ist auch am selben Ort zu finden, aber es ist noch ganz frisch geschlüpft und nicht gelb, dafür aber ganz sicher flauschig.

Warum ist das alte Blog weg?

Ein Grund war die neue Datenschutzverordnung (DSGVO) - ich hatte einfach keine Lust, ein so umfangreiches Monstrum von einer Webseite auf Konformität zu prüfen und dann doch noch Fehler zu übersehen und dann am Ende doch noch abgemahnt zu werden. Klar, du wirst nun vielleicht sagen dass das eine Überreaktion war - aber Peace of Mind war mir da mehr wert.

Ein anderer Grund - oder besser: Andere Argumente für einen Schnitt waren die technischen Probleme mit der Technik des Blogs. Normalerweise läuft Wordpress recht ordentlich auf meinem Webspace, aber mit dem Datenbestand meines sehr, sehr alten Blogs gab es seit Monaten immer wieder Probleme - ich konnte das System nicht updaten, Plugins funktionierten plötzlich nicht mehr uvm. Ich habe keine Ahnung, woran das lag. Aber es nervte mich schon enorm.

Am Ende war es so, dass ich mit sehr, sehr vielen Beiträgen nicht mehr zufrieden war. Ich hatte schon lange keine Lust mehr gehabt, fast ausschließlich über mein Innenleben zu schreiben und wollte mehr über die Dinge bringen, die ich interessant und erwähnenswert finde - also, zum Beispiel Texte über Filme. Schlicht: Weniger ich über mich, sondern mehr ich über anderes.

Den Ballast von über 2800 alten Beiträgen los zu sein ist kein übles Gefühl, das kann ich euch sagen! Ach ja: Wer sich wirklich für einen meiner alten Texte interessiert, kann sich gern bei mir melden.

Warum Bludit und nicht mehr Wordpress?

Ich benutze als Blogplattform nicht mehr das inzwischen für meine zwecke viel zu sehr aufgeblähte Wordpress, sondern eine kleine, leichte Alternative namens Bludit (Ich habe auch keine Ahnung, wie der Name zustande kam). Wordpress hat mir gute Dienste geleistet, aber inzwischen ist es ein richtiges CMS und ich brauche doch nur ein klares, schnelles Blog. Am liebsten hätte ich so etwas wie das fancy Ghost ausprobiert, aber ich wollte meinen Webspace bei (Yay, TMKIS mit PHP/SQL weiterverwenden. Bludit macht alles was ich will, es ist klein und flott und stellt mir beim schreiben keine Hindernisse in den Weg. Es geht auch wirklich gut mit Bildern um.

Ich schreibe gern in Markdown. Das funktioniert in Wordpress nicht so flüssig, wie ich mir das wünsche.

Warum benutzt du Disqus für die Kommentare?

Ach, das ist einfach. Ich möchte euch die Möglichkeit geben, meinen Kram zu kommentieren. Aber ich will sie lieber nicht mehr auf meinen Seiten speichern, sondern bevorzuge es, da einen bewährten Service benutzen. Außerdem hat Bludit kein eigenes Kommentarsystem, ich hatte also keine Wahl :-)

Wer Disqus nicht mag und dennoch kommentieren möchte, kann das gern auf der Facebook Seite, auf Twitter oder per Mail tun.

Ist der Schläfer denn erwacht?

Nun, vielleicht blinzelt der Schläfer nach seinem Nickerchen ein wenig in die Sonne und überlegt, was er mit dem neuen Tag anfangen möchte.

It is good to be back.