Ich bin zwar nach wie vor solo und leide (mal mehr, mal weniger) unter unausgefülltem Liebesleben, aber dennoch: Glück mit Frauen habe ich doch irgendwie.

Wenn ich an meine doch recht zahlreichen (platonischen) Freundinnen denke, dann sind das gute Gedanken. Ich denke, "Beziehungsmenschen" werden wohl nie so enge Freundschaften dieser Art zum anderen Geschlecht aufbauen können, allein schon weil die Zeit dafür fehlt und die Prioriäten anders stehen.

Also, gestern abend war ich wie üblich in meinem Stammladen (2-3mal die Woche kommt das schonmal vor), und ich traf dort eine meiner engsten Freundinnen, zu meiner Freude begleitet von zwei Schwestern. Die erhebliche Eloquenz und ein gut entwickeltes Selbstbewußtsein ließen die üblichen Gäste (insbesondere die Männer) einen mehr oder weniger deutlich sichtbaren, aber bestimmt respektvollen Abstand wahren.

Ich jedoch saß den ganzen Abend bei den Königinnen des Ladens, und lauschte ihnen, wie man mit bestimmten Kerlen am besten verfährt : "Die Faust gerade halten, den Daumen frei, und aus der Schulter heraus schlagen..."

Oh, ich liebe starke Frauen!

Neue Entdeckungen auf meiner Website

b2 beim bloggenWas ich ja ausgesprochen cool finde: b2 (also das weblog System, auf dem gorgmorg basiert) kann sich z.B. bei Mozilla in die Sidebar integieren, und so kann man einfach von dort aus postings machen, ohne sich extra einloggen zu müssen. Sehr nett 😉

Ich mag solche kleinen Spielereien sehr, ich fange also an, mich zu beglückwünschen, doch bei eben diesem blogtool geblieben zu sein- ich hatte eine Phase der Zweifel, weil es Alternativen gibt, die mehr Features haben. Aber letzten Endes gibt es gar nicht so viele Funktionen, die man täglich nutzt - und ein wunderbar funktionierender Editor, mit der Möglichkeit "on the fly" Bilder hochzuladen, egal wo Mensch sich gerade aufhält - das hat schon was. Die überschaubaren Fähigkeiten des System laufen dafür aber einwandfrei, und ich hatte nie irgendwelche Bockigkeiten. Bisher. b2, ich mag Dich!
(Im Moment jedenfalls noch).

Ihr technisch nicht so Interessierten könnt das soeben Gelesene jetzt getrost wieder aus dem Kurzzeitgedächtnis löschen.

Juche!

Endlich ist es soweit: Eine Neue von J Mascis & the Fog! Im Oktober. Wundervoll. Und vorher gleich zwei Frank Black LPs - wie soll ich das nur ertragen ohne zu implodieren?

Frische Gitarrenklänge! Gnaah!

Hoffentlich gibt es bald ein paar MP3 zum testhören (ich kaufe auf jeden Fall!).. nur um die Zeit zu überbrücken. Ihr lest hoffentlich mit, Cityslang ?

Jetzt, gerade habe ich das Update einigermaßen lebendig hinter mich gebracht.. ich frage mich, wieviele von Euch hier mitlesen. Und, vor allem, Wer seid Ihr ? Ich frage mich, wie ich - oder besser mein Geschreibsel- so auf euch wirken. Ob der Mensch, der ich in Euren Gedanken, Eurer Phantasie bin, etwas mit dem Menschen gemein hat, den ich im Spiegel sehe, für den ich mich halte.

Meine Alte gorgmorg-site (die lief noch unter Postnuke, für die technisch Ausgerichteten unter Euch) lieferte mir einiges mehr an Pseudo-Information, die aber wenig von den enthielt, was mich an Euch interessiert. Angenommen, ich fände Euch interessant.

Ich bin mir nämlich wirklich nicht sicher, ob ich mich hier originalgetreu verkaufe. Zum Beispiel schreibe ich nicht besonders viel über die Unmengen von Büchern, die ich zu lesen pflege. Oder über Gedichte. Hilfe. Keine Gedanken, die sonderlich produktiv sind, oder ? Wenn ich anfinge, an mein Image zu denken, oder speziell für eine Zielgruppe zu schreiben, dann hätte ich wohl schon verloren.

Mailt/kommentiert mir doch bitte fleissig, damit ein Ego wenigstens ein wenig Auftrieb bekommt... und -au ja- stellt mir Fragen. Ich mache dann sobald genug Fragen vorhanden sind, eine "Doktor Bastardo antwortet" Serie. Ich beantworte alles. Naja, solange es mir Spaß macht.

Wird sicher lustig 🙂

gorgmorg Update.

Ich habe gorgmorg auf die neueste Version des Weblogtools "b2" akutalisiert, um ein Sicherheitsloch zu stopfen; wer Probleme beim einloggen haben sollte, lösche bitte die Cookies im Browser. Danach sollte alles wie gewohnt funktionieren.

Ein Moment vergeht.

Ich bin zurück vom Open Air, und ich habe so einiges gesehen, gehört, erlebt. Aber das merkwürdigste geschah letzte Nacht. Es muss so gegen 10 Uhr abends gewesen sein, der zu Recht umjubelte Auftritt der Hamburger Kettcar ist vorbei; die Massen strömen durch einen schmalen Weg in einem Waldstück zurück zum Zeltplatz, um sich während der Umbaupause kurz auszuruhen (oder so).

Wir kommen nur schrittweise voran; es gibt einen erheblichen Gegenverkehr, der das Fortkommen nicht erleichtert.Zudem drängen sich immer wieder Leute vor, in dem irrigen Glauben, so schnellen ihr Ziel zu erreichen. Ich gehe ganz am Rand, nahe den Sträuchern. Die Äste, von den Vorgängern zur Seite gebogen, schlagen mir ins Gesicht, und ich versuche sie festzuhalten - auch, weil eine große junge Frau neben mir ebenfalls getroffen wurde, und dabei beinahe ihre Brille verloren hätte. Sie dankt mir, und schimpft etwas über unsere besoffen taumelnden Vorderleute. Wir kommen an einem dornigen Busch, und ich versuche wieder, uns einigermaßen ohne Schrammen vorbeizulotsen. Wir haben jetzt nur noch 2 Meter Platz, für 100e von Leuten, und ich gehe hinter der jungen großen Frau mit der Brille. Ich berühre ihre Hand, und dann wieder, und dann hält sie sie fest. Ihre Hand fühlt sich warm und weich an, und etwas verschwitzt. Sie hält mich ganz leicht, und ich bekomme Herzklopfen; bin völlig verwirrt. Aber es ist auch schön. Sehr.
Sie läßt wieder los, und dann stehen wir wieder nebeneinander. Ich schaue ihr ins Gesicht, sie schaut mich nicht an. Wieder nicht. Dann sehe ich nur noch ihren Rücken, wie sie schnell in der Menge verschwindet.

Ob ich ihre Hand festhalten sollte? Ich frage mich, was passiert wäre.

live.

Gleich, nach dem Essen werden meine Sachen gepackt und es geht wieder einmal zum Festival. Ah, die Sonne, die Menschen, die Gerüche exotischer Mahlzeiten und der Klang ebensolcher Musik - zusammen mit den Eindrücken von schwerstem Kater, unterschwelligen Schweiß- und Urindüften, Lärm rund um die Uhr, unweigerlich Magenverstimmung und das traditionelle Gewitter hoffentlich erst am Schluß - Wie könnte man da widerstehen ?

Juchu!

Kurz gesagt, erwartet keine Postings am diesem Wochenende.

Bowie

Kürzlich las ich ein gutes Interview mit David Bowie (im Intro, Kuddel!) - und er sagte, wenn er die heutige US-HipHop Szene beobachtet, dann hat er den Eindruck das sie sich nicht grade progressiv verhält - Public Enemy in den 80ern waren da schon einiges weiter. Speziell im Hinblick auf das Frauenbild, und eine kaum noch vorhandene politische und soziale Aussage.

Ich überlege, ob sich solche Entwicklungen auch in anderen Bereichen der Gesellschaft abspielen, auch bei uns - zum Beispiel habe ich deutlich das Gefühl, daß die Ideale des Feminismus immer weniger als erstrebenswert gelten; die alte Rollenteilung Mann/Frau scheint bei den Jugendlichen immer stärker an Boden zurückzugewinnen. Hm. Nicht gut.

1000x mono

Der Monoklon (link ? rechts!) hat 1000 Einträge! Das ist enorm, das werde ich nicht so bald hinbekommen - vor allem wenn ich bedenke, daß ich schon länger an gorgmorg schreibe als Michael. (Die letzte Inkarnation hatte ca. 70 bloghafte Einträge. Die habe ich hier noch auf der Festplatte und bin zu faul zu hier alle einzutragen. Irgendwann.)

Mir fällt immer auf, wieviel mehr Monoklon über den Alltag berichtet, als ich das tue. Mein persönlicher Liebeskummer z.b. taucht zwar indirekt in vielleicht weniger sonnigen Postings auf, aber ich bin selten so ins Detail gegangen - so mutig bin ich nicht. Ich denke darüber nach, ob ich so viel Offenheit/Direktheit wirklich will - ich will hauptsächlich Sachen schreiben, und nicht in erster Linie mein Leben offenbaren. Natürlich ist keine meiner Geschichten gelogen, aber .. naja.. es sind keine genauen Schilderungen, wie vor Gericht. Sozusagen der Blog zum Film nach der Realität.

Bei mir ist da schon mehr Distanz. Und solche direkten Ansprachen per Mail wie Michael sie beschreibt, hatte ich auch nur selten. Einer wollte mir erzählen, wie ich endlich mit Frauen "klarkomme", das war süß!

Ich glaube das bleibe ich auch lieber. Glückwunsch, Monoklon!

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