Chipotles!

Chipotles, endlich auf meinem Tisch.

Chipotle Morita Chilli, endlich auf meinem Tisch.

Ich habe eine ganze Weile damit verbracht, um hier in Bielefeld Chipotles - damit sind geräucherte Jalapeño Chilis gemacht - zu finden1. Am Ende habe ich mir einige für ganz faires Geld2 bei Amazon bestellt und konnte sie wenig später in meinem Briefkasten finden.

Früher habe ich einmal einige Rollenspiel-Regelwerke in einem Lübbecker Spieleladen liegen gelassen, der dann…tragischerweise… ausgebrannt ist. Nach einigen Wochen gab mir der Besitzer (nun Ex-Spielleiter…) die Bände zurück, die nun viel aromatischer rochen - genau diese Erinnerung erzeugten bei mir die Chipotle-Chili. Wow - die sind wirklich rauchig!

In einen ordentlichen Topf Bohnen würde ich höchstens zwei der Schoten verwenden, die man vorher zerreiben oder vorsichtig mörsern kann - vorsichtig, weil allein der Rauch beim vorsichtigen zerstossen mie die Tränen in die Augen trieb: Ganz schön scharf.

Ich hatte wirklich Sorge, meine Bohnen überwürzt zu haben, aber diese erwiesen sich als unbegründet: Zwar war das Ergebnis durchaus scharf, aber eben doch sehr dezent und das Raucharoma war ähnlich harmonisch- klar eine Verbesserung des Geschmacks für mich persönlich, auf jeden Fall aber eine interessante Variante.

Ich will gern mal das klassische Rezept mit schwarzen Bohnen und Chipotle probieren - nun muss ich erst einmal die passenden Hülsenfrüchte auftreiben. Das Spiel beginnt von Neuem…


  1. Ich habe Hoffnung, doch noch welche hier vor Ort in einem Laden in der Altstadt zu finden… wir werden sehen 
  2. Gut 4€ plus Versand für 50g. Das reicht für eine Weile. 

Number 13 Baby.

Der Doctor und Clara. (Quelle: BBC)

Der Doctor und Clara. (Quelle: BBC)

Ich habe den neuen Doctor gesehen und es war gut. ich jedenfalls habe mich großartig mit Freunden, Getränken und Chips amüsiert. Die Episode selbst… nun, darüber kann man streiten. Ich werde versuchen, massive Spoiler zu vermeiden, aber ihr solltet vielleicht "Deep Breath" selbst anschauen, bevor ihr weiterlest.

Es ist vielleicht wert zu bedenken, dass Doctor Who immer noch eine Familienserie ist und gewisse Albernheit ganz sicher immer wieder vorkommen müssen. Die 8jährigen bekommen ihren Sauriersabber, die Großen bekommen die Restaurant-Szene. Ich beklage mich nicht, Sauriersabber amüsiert mich. Das sagt vermutlich einiges über mich aus, aber hier geht es ja nicht um mich, richtig?

Man merkt ziemlich gut, dass die Serie in den USA mit Matt Smith einen ganz ordentlichen Sprung in der Popularität gemacht hat und man sich ganz, ganz große Mühe gegeben hat, den Übergang für ein riesiges Publikum mit relativ wenig Regenerations-Erfahrung erträglicher zu machen. Es gab also viele Auftritte von eingeführten Charakteren und eine Menge Witze und Anspielung auf bereits Geschehenes. Das tat der Geschichte nicht unbedingt gut, aber, hey, ich sehe die ersten Folge jedes neuen Doctors immer als so eine Art Pilot-Episoden an: Traditionell immer die konstruiertesten Teile von Doctor Who - nein, eigentlich jeder Serie, mit großem Erklärbär-Anteil.

Was ich nicht so ganz nachvollziehen kann, ist eine gewisse Abneigung gegenüber der derzeitigen Begleiterin des Doctors, Clara Oswald. Ganz sicher ist mir bewusst, dass sich an den "Companions" immer schon die Geister geschieden haben. Manche Leute mochten Amy Pond nicht. Man stelle sich das einmal vor! Aber Clara - auch ihre Darstellerin Jenna Coleman, war ganz grandios, vor allem jedoch in den letzten drei Folgen. Sie muss sich an einen ganz anderen Doctor gewöhnen, genauso wie der regenerations-typisch aufgewühlte Fandom. Ich finde, ihre Reaktion ist ziemlich glaubwürdig. Sie ist auch wirklich kein nutzloses "Anhängsel" für den Timelord, der nun… wie alt genau ist?… auf jeden Fall keine leichte Aufgabe ist. Ich mag Clara.

"I have a horrible feeling I am going to have to kill you. Thought you might appreciate a drink first."

Und der zwölfte Doctor selbst? Peter Capaldi kann nun zunächst keine schlechte Arbeit abliefern; dazu scheint er in gewisser Hinsicht nicht in der Lage zu sein. Ich befinde mich im Moment noch in der Lernphase, die schottisch-stämmige Doctor-Darsteller mir immer wieder abverlangen und kann nicht behaupten, 100% seiner Dialoge verstanden zu haben, üblicherweise habe ich das aber in ein paar Folgen erledigt und kann ihm weitgehend folgen. Er ist lustig und gelegentlich ein wenig knurrig, aber die Erwartung, dass er nun automatisch "düsterer" und "ernster" als seine sei… nun, ich sehe das bisher nicht erfüllt. Das könnte auch daran liegen, dass er einen Großteil seiner Szenen in einem zunehmend schmuddeligeren Nachthemd absolvierte. Ich hatte das Gefühl, dass die Sache ab der Restaurant-Szene an Fahrt aufnahm und es jetzt richtig losgeht. Wir werden sehen; wir kennen diesen Doctor noch nicht. Oh, vielleicht bringt er jemanden um. So ein paar Fragezeichen haben wir ja doch...

Clara, be my pal. Tell me, am I a good man?

Clara kennt ihn nicht mehr. Er selber kennt sich auch noch nicht so recht, nur dass er ausdrücklich nicht Claras 'boyfriend' ist. Nachdem das geklärt ist, können wir ja weitermachen. Also sage ich: Gut so, Doctor Who war längere Zeit nicht mehr so unberechenbar und ich kann kaum erwarten, die nächste Episode zu sehen und mehr zu erfahren.

P.S.: Ja, ich weiß - da steht "13" in der Überschrift. Ich hatte zunächst den "War Doctor" mitgezählt und nicht darauf geachtet, dass er offiziell nicht gezählt wird. Nehmen wir also an, dass ich die 13 Regenerationen meinte und nicht etwa einen peinlichen Fehler gemacht habe.

Aus der Erinnerung

Mein Lieblingsort als Kind befand sich auf einer größeren Waldlichtung, ein gutes Stück von meinem Elternhaus entfernt. Man brauchte das Fahrrad, um dorthin zu kommen und der Weg hatte so einige schweißtreibende Steigungen. Am Ziel gab es einen flachen See, dazu ein paar Teiche - ich zähle zwei in meiner Erinnerung. Mit großen Fischen, mit Fröschen. Ich glaube, es war eine aufgegebene Lehmgrube. Spuren von Baumaschinen, in denen sich Regenwasser gesammelt hatte.

Es gab dort auch Goldfische, die jemand ausgesetzt hatte. An Ochsenfrösche kann ich mich auch erinnern, die hatten dort wirklich nichts zu suchen. Das war alles natürlich nicht richtig und ich habe mich etwas darüber geärgert.

Was hatte ich dort immer für Spaß! Einfach herumlaufen, Sachen und Tiere anschauen. Bis es einen Regenschauer gab, was oft passierte. Nicht dass die mich großartig störten.

Ich glaube, ich war niemals dort, ich weiß nicht einmal wo genau sich dieser Ort befindet. Wenn ich so darüber nachdenke, weiß ich genau wo es sich befindet, nur das ich den Weg nicht mehr finde: Es gibt diesen Platz nur in meinem Kopf. Wenn es zu regnen anfing, haben nicht etwa meine Eltern gerufen und wir sind nach Hause gefahren, ich wachte auf.

Ich habe ein paar mal davon geträumt und dann den Weg dorthin vergessen. Das ist meine Vermutung, aber richtig sicher bin ich mir nicht.

Ich schreibe diese Zeilen im Zug, etwa eine Stunde nach dem Aufwachen. Eben war die Erinnerung wieder da. Es ist ein merkwürdig unwirkliches Gefühl.

Mach’s gut, Sir Parry.

Heute Morgen habe ich erfahren, dass Robin Williams gestorben ist. Es sieht zu diesem Zeitpunkt nach Suizid aus. Das hat mich sehr bewegt und dafür musste ich den Menschen nicht persönlich kennen - seine Kunst war irgendwie in meinem ganzen Leben eine Konstante und die ist nun weg. Das reichte aus um mich wirklich traurig zu machen, mehr als ich erwartet hätte. Vielleicht war es die Menschlichkeit, die der Mann ausstrahlte. Ich weiß es nicht.

Ich glaube, mein liebster Film mit ihm war König der Fischer von Terry Gilliam; nicht der erste in dem ich ihn sah, aber ich fand ihn als New Yorker Gralsritter Parry noch besser als in Der Club der toten Dichter. Das will schon etwas heißen.

Trotzdem all dem Ruhm hatte Williams über viele Jahre privat ganz erhebliche Probleme. Wie so viele, viele andere Menschen.

Man braucht keinen Grund, keine Ursache, keine Motivation für eine Depression. Es ist egal, wie reich, beliebt, erfolgreich und geliebt du bist. Es ist wohl auch herzlich egal, ob dich andere für einsam halten oder nicht. Die Krankheit macht keinen Unterschied. Sie liefert keine Erklärungen.

Es ist wohl ganz natürlich und verständlich, dass wir uns fragen, woher eine Krankheit kommt. Aber ich fürchte, dem Betroffenen hilft dieses Wissen nicht so sehr - ob es nun um Substanzabhängigkeit geht oder um eine Depression oder was auch immer. Davon geht es nicht weg.

Ich habe da wirklich keine neuen Erkenntnisse für euch, sicher schreiben heute eine Menge Leute ähnliche Texte wie ich. Aber was ich sehr wichtig finde, ist: Gelegenheit, darüber zu reden. Hilfe zu suchen. Auch professionelle Hilfe. Dazu gehört eine Menge Mut, für alle - die Betroffenen und die, die sie gern haben. Nehmt es bitte ernst, wenn jemand zu euch kommt, um über Probleme zu sprechen. Schaut hin. Hört zu.

Robin Williams hat das gemacht, immer wieder. Ich glaube, zum ersten Mal im WTF Podcast mit Marc Maron, der selbst einige ganz ähnliche Probleme in seinem Leben hatte. Natürlich gibt es viele Lacher; beide sind Komiker. Maron hat den Podcast noch einmal online gestellt (kostenlos) und eine neue Einleitung gesprochen. Ich lade euch herzlich zum anhören ein - ich finde, das ist ein wundervolles Gespräch.

Die Meisterung des Verschlafens.

Ich verschlafe natürlich nie, soweit sollten wir uns einig sein. Aber ich kenne einen Großmeister dieser Disziplin, der mir einige hilfreiche Hinweise gegeben hat, um es weit zu bringen. Aus eigener Erfahrung und den jahrhundertealten Überlieferungen seines Ordens, über den ich an dieser Stelle bereits viel zu viel verraten habe.

  1. Lass dich am besten vom Smartphone wecken… und check erst einmal die Twitter-Timeline, die Mail und deine RSS-Feeds, Facebook nicht zu vergessen. Das dauert ja nur ein paar Sekunden. Warum nicht auch noch ein kleiner Plausch mit den anderen Leuten, die gerade zu spät kommen?
  2. Wenn du nach dem Aufwachen auf die Uhr schaust, dann wirf am besten nur einen Blick auf die Minutenanzeige, nicht auf die Stunden. "Och, noch 20 vor der vollen Stunde - ich habe Zeit - lege ich mich doch noch etwas hin? Ja." Der Meister wies darauf hin, dass es nach langer Übung durchaus möglich ist, eine ganze Stunde zu verpennen. Vielleicht sind es nicht nur "zehn Minuten, achwas…", sondern "Eine Stunde und zehn Minuten, oh Gott!".
  3. Wenn du nach bereits erfolgreicher Verschlafung dann doch noch am Bahnhof angekommen bist um den nächsten Zug zu nehmen, dann denke am besten nicht daran, dass er vielleicht in dieser Stunde an einem anderen Gleis einfährt.
  4. Sei dir einfach ganz sicher, dass du noch frische Socken hast. Schaue auf gar keinen Fall am Abend nach, obwohl du doch irgendwie daran gedacht hast. Diesem Impuls musst du für die Erlangung der Meisterschaft unbedingt widerstehen und auf dem Sofa liegen bleiben. Hektische, aber langwierige Suche am Morgen wird dich deinem Ziel näher bringen.
  5. Diese eine, kurze Folge The Adventures of Sherlock Holmes (Diese oder eine andere Serie deiner Wahl) wird dich auf keinen Fall wieder einschlafen lassen, auch nachdem der Wecker geklingelt hat.
  6. "Einmal kurz blinzeln" kann nicht etwa auch eine gute halbe Stunde lang dauern, auch wenn es sich nur wie ein Augenblick anfühlt. Nicht auf die Uhr schauen, wenn die Augen wieder auf sind.
  7. Dem fast unwiderstehlichen Wunsch, eine weitere halbe Stunde unter der Dusche zu verbringen ist kein Widerstand entgegen zu setzen.
  8. Koch dir spontan Porridge. Das Zeug wird nicht rechtzeitig fertig, ist fast immer zu heiß oder kocht über, wenn du es sowieso eilig hast. Außerdem isst es sich eher langwierig. Porridge schmeckt nicht nur wenig mehrheitsfähig, es ist auch der beste Freund der Verspätung.
  9. Denk auf jeden Fall an Sex, wenn du schon so träge im Bett liegst. Es wird dich aufhalten.
  10. Lasse das Smartphone zuhause liegen und kehre zurück, weil du so weder leben, arbeiten noch dich von der Arbeit effektiv ablenken lassen kannst. Nimm einfach noch einen späteren Zug.

Klogeflüster oder: Ich will das nicht hören.

Wie vielleicht einige von euch wissen, habe ich ein sehr kleines Bad. Es ist so klein, dass sich schon einige Leute nur beim umdrehen blaue Flecken geholt haben und an die Installation einer Badewanne ist nicht im Entferntesten zu denken. Aber es hat eine Dusche, ein Klo, ein Waschbecken, einen Spiegel sowie einen Haken für das Handtuch und nicht zuletzt auch ein kleines, halbwegs undurchsichtiges Fenster.

Das Fenster steht meist auf Kippe. Wegen der Entlüftung, wie meine geneigten Leser verstehen werden.

Aus diesem Grund habe ich mitbekommen, dass die Nachbarn ganz ohrenscheinlich ihren Sommertreffpunkt genau unter meinem Bad-Fenster eingerichtet haben. Die Omma mit dem herben norddeutschen Sound erkenne ich wieder, die meckerfreudige Dame und der Typ, der meinem Vernehmen nach ausschließlich über Baumärkte und Renovierungspläne spricht.

Und wie sie reden! Ich fühle mich doch erheblich bei der Verrichtung wichtigster Erledigungen abgelenkt und lausche unfreiwillig, wie sie sich über Kanthölzer und die ja so unglaublich anstrengende junge Frau von nebenan und deren verschiedene Herrenbesuche austauschen. Ich könnte hier Sachen schreiben... aber ich lasse es einfach, weil das Essen gleich fertig ist und außerdem wäre das ja auch indiskret. Wir befinden uns quasi in meinem Badezimmer - das sollte für heute reichen.

Ich muss allerdings gestehen, dass die mitgehörten Gespräche nicht das Schlimmste an der ganzen Situation sind. Viel gefährlicher für mein Seelenleben ist der Gedanke, dass sie absolut alles mitbekommen, was in meinem Bad passiert. Zum Glück für uns alle singe ich selten unter der Dusche. Wenn ich sie höre, schließe ich das Fenster und versuche, ganz, ganz, ganz leise zu spülen. Neben anderen Sachen, die ich auch ganz, ganz, ganz leise mache.

Aber ich glaube, sie sitzen auch in den stillsten aller Momente da draußen und hören mit. Verlasst euch drauf.

Ingress und ich

Seien wir mal ehrlich: Ich war seit dem letzten Jahr durchaus neugierig, was die Android-Benutzer da die ganze Zeit anstellten. Diese Leute haben sich gar nicht mehr mit mir unterhalten, sondern sie starrten auf ihre Smartphones und tippten, tippten, tippten auf die Displays - dabei schrieben sie meistens gar keine Nachrichten mit irgendwem. Weiter bemerkenswert: Sie hatten plötzlich neue Freunde, die dasselbe merkwürdige Verhalten zeigten.

Sie spielten Ingress, hörte ich - exemplarisch sei hier ein Beitrag von Auricularis genannt. Sie hatten Spaß, wir iOS-User waren einsam, dafür standen wir aber offiziell über solchen Kinkerlitzchen.

Ingress- Knotenpunkte (aus iTunes)

]3 Ingress- Knotenpunkte (aus iTunes)

Als es also Ingress für iOS gab, war ich sofort dabei - was glaubt ihr denn? Ich fing an, kleine Knotenpunkte zu hacken und zu erobern - komischerweise sah das genauso aus wie Foursquare/Swarm mit ein wenig mehr Getippe, alles verbrämt in einem geheimen Kleinkrieg zwischen zwei Parteien - die eine blau, die eine grün - und dekoriert mit ein paar VR-Konzepten inspiriert von den topaktuellen Cyberpunk-Romanen aus 1989. Ganz lustig ist daran, dass man sich eben ganz real zu den Knotenpunkten bequemen muss und so unter Umständen gut in Bewegung kommt.

In einer Sache hatten sie Recht: Man hat unglaublich schnell die Community kennen und bekommt flott Hilfe - und natürlich strategische Anweisungen, viel strategische Anweisungen.

Ich war drei Tage lang so richtig begeistert.

Allerdings war es in meiner Stadt so, dass der Rest der Spieler eben schon seit einem guten Jahr dabei war und ich konnte beim besten Willen nichts "reißen" - die S-Bahn-Schacht Knotenpunkte waren viel zu gut 'befestigt', um sich von einem Newbie wie mir angreifen zu lassen. Ich hatte also Zeit, mir die Spielmechaniken anzuschauen und stellte fest: Da muss man aber eine ganze Weile suchen, um ein Spiel zu finden. Man stellt außerdem fest, dass es immer dasselbe bleiben wird. Es gibt keine größeren Herausforderungen oder gar Überraschungen: Es gewinnt derjenige mit dem größten Arsenal und mit dem höchsten Level, fertig.

Wirklich: Ich war schockiert, dann ein wenig verärgert darüber dass ich schockiert war, dann habe ich mich über den ganzen Hype geärgert, dann wurden die Reaktionen der anderen Spieler in meinem Bekanntenkreis angehört- "Aber die Community ist so toll!" - und dann habe ich meinen Account löschen lassen. Ich habe es wirklich nicht eine Sekunde bereut.

Ich spiel jetzt wieder richtige Spiele. Manche verzichten sogar ganz auf eine Community, dafür haben sie aber Gameplay. Alles rund um Ingress ist unterhaltsam und nett, abgesehen vom Spiel selbst. Das Spiel ist wirklich entsetzlich.

Vorsicht, alkoholfrei!

Detmolder Alkfrei Kein Wunder, dass ich in meinem ganzen langen Leben bis vor sehr kurzer Zeit nie eine Flasche "Detmolder Pilsener Alkoholfrei" gesehen habe - das Etikett wirkt auf mich aus wie eine Warnung vor einem gefährlichen Inhaltsstoff, nämlich dem gefürchteten Kein-Alkohol. Ob sich das Getränk in dieser freundlichen Aufmachung gut verkauft?

Selbst diese Buddel ist versehentlich in einem besser ungenannten Ausschank angekommen und wurde mir geschenkt. So ähnliche Warnhinweise gab es früher auf den Terpentinersatz-Kannistern, die ich aus der Werkstatt meines Großvaters kannte.

"Vorsicht beim fortgesetzten Genuss - dieses Getränk ist vermutlich nicht gesundheitsschädlich und führt nicht zum Verlust der Fahrtüchtigkeit."

Man kann das Zeug übrigens ganz gut trinken - wenn man sich denn traut.

Das verflixte Buch.

Verflixtes Blau

Dieses Buch - "Verflixtes Blau" von Christoper Moore - ging durch mehrere Hände bis es endlich bei mir zu liegen kam. Niemand wollte es -nach tapferen Versuchen - lesen, alle sind daran gescheitert und fanden es schrecklich.

Ich habe früher mal die Vampirbücher von Moore gemocht - jedenfalls erinnerte ich mich ganz positiv daran - und ich mag eigentlich gar keine Vampirebücher. "Früher" bedeutet übrigens in diesem Fall "Als ich nach der Schule in der Stadtbücherei gestöbert habe und nichts anders mehr zu lesen fand".

Ich habe das Obige ausgesprochen und nun muss ich dieses Objekt aus Papier, diesen Wanderpokal aus totem Baum - lesen. Man hat mir den Band einfach geschenkt.

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