(Un-)Tote Hobbies

Ich hatte schon eine Menge Hobbies in meinem Leben; die meisten haben mich inzwischen wieder verlassen oder verstecken sich irgendwo, um irgendwann einmal wieder vorzukriechen und Unmengen von Zeit und Aufmerksamkeit für sich zu beanspruchen. Es ist ja nicht so, dass ich mich beklage.

Ich habe als Kind Modellbau gemacht, Plastikmodelle und ferngesteuerte Schiffe und Autos. Ich habe keine Ahnung, warum ich damit aufgehört habe, vielleicht weil mein Vater kaum noch dazu kam oder Mädchen und Computer oder die Tatsache, dass das Ergebnis der Bemühungen am Ende doch nur Staub fängt oder bestenfalls auf dem Kanal im Kreis fährt.

Das mit dem Programmieren habe ich damals angefangen, weil man dazu in jener Zeit verpflichtet war, wenn man einen Computer im Haus hatte: Denn einfach damit zu spielen, das war undenkbar. Das Ding war doch so teuer! Nun, man brauchte eben eine Rechtfertigung. Ich war nicht gut in Basic und eigentlich hatte ich gar keine Lust. Das mit dem Spielen kam dann doch und blieb.

Ich habe mehr Pen&Paper Regelwerke als ich mit gutem Gewissen zugeben kann und nur eine gute Hälfte davon habe ich je gespielt. Ich habe eine große Warhammer 40K Box, die komplett ungespielt ist, die Miniaturen dafür aber sorgfältig grundiert. Zinnminiaturen konnte ich immer gut anmalen und ich habe Pinsel und all die anderen Werkzeuge gut eingelagert. Ob ich dazu jemals wieder komme? Ich bezweifle es.

Ach ja, ich war auch einmal im Schwimmverein, aber auch das war mir einfach zu ernsthaft: Mir war ziemlich egal, wer bei den Wettkämpfen am Ende gewann- natürlich gab ich mir alle Mühe, geneigte Leserinnen und Leser. Aber nur um einige Zehntelsekunden schneller zu sein, Stunden zu trainieren und sogar ins Trainingslager zu fahren? Nicht mein Ding. Außerdem stellte ich fest, dass sich in meinem Verein einige der langweiligsten Gesprächspartner meines Lebens versammelt hatten. Ein Wettkampf dauert viele, viele Stunden, dabei denke ich noch nicht einmal an die Fahrt. Du wartest 5 Stunden und bist vielleicht 5 Minuten im Wasser. Wirklich spannend.

Ah, ich wollte mal einen Roman schreiben. Genauer gesagt waren es zwei Romane und ich habe unzählige Male neu begonnen und immer wieder aufgehört. Komischerweise sind solche langen Texte gar nicht so einfach zu schreiben - hättet ihr euch das gedacht? Ich nicht. Aber ich denke, in meinem Leben werde ich sicher noch weitere Versuche starten.

Ich habe zwei Stunden Aikido gemacht und… oh, da gibt es noch viel mehr Geschichten über diese und andere Sachen, die ich angefangen habe und aus verschiedenen Gründen nicht mehr ausübe.

Hauptsächlich aus Faulheit. Zu den anderen Gründen schreibe ich später mehr.

Woher ich meine Ideen habe

Nachdem ich in letzter Zeit ein wenig mehr über Zwischenmenschliches geschrieben habe, bekam ich nicht nur einige mehr oder weniger erfreute Kommentare geschrieben und - yay! - Facebook-likes, sondern auch einige Fragen gestellt. Eine gute Handvoll von Menschen waren einfach mal davon ausgegangen, dass ich nicht etwa über meine ganz allgemeine Sicht der Dinge schrieb, sondern vielmehr offensichtlich über eine je nach Gesprächspartner unterschiedliche ganz bestimmte Person, deren Name aber nicht genannt wurde.

Das ist natürlich so nicht richtig.

Exklusiv: Meine Themenliste für Gorgmorg

Exklusiv: Meine Themenliste für Gorgmorg

Ich habe eine Liste mit Themen, die ich immer wieder aktualisiere - ganz modern auf dem iPhone. Es kann also ganz gut sein, dass das Thema schon seit Monaten oder sogar Jahren auf der Liste wartet, bis ich mich seiner erbarme. Ihr glaubt vielleicht, ich lese meine Twitter-Timeline - nein! Ich erweitere für euch, meine geneigten Leserinnen und Leser, an meiner Themenliste. Ich habe sie hier einmal - um persönliche Daten entschärft - abgebildet. Jedwede Zweifel an der Objektivität sollten nun wohl gegenstandslos geworden sein.

Leider brauche ich nun wohl neue Themen, nachdem ich den Grundstock meiner Kreativität so selbstlos der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt habe. Aber das habe ich wirklich gern getan.

Solange mir etwas für nächste Woche einfällt.

Ah ja, dieser Typ der immer so nachdrücklich neben mir im Zug stinkt, wie heißt er noch? Alles gut, wir lesen uns dann.

Übrigens: Das mit der digitalen Ideensammlung mache ich wirklich so, vielleicht ist meine "richtige" Liste nur ein wenig anders. Die Methode hat sich über die Jahre bewährt - mal als Evernote-Liste, nun als iOS-Erinnerung -und da ich als IronBlogger ja einmal die Woche veröffentliche, lohnt es sich erst recht, immer alles zu notieren. Nicht sonderlich originell, aber sehr praktisch.

Das glaube ich nicht.

Immer wieder bin ich ganz überrascht über meine enormen Fähigkeiten im Sachenglauben. Man erzählt mir die eine oder andere Geschichte und ich glaube sie. Ich lese etwas und sage mir, hey, das glaubst du ja einfach mal, weil es plausibel ist - auf den ersten Blick. Ich prüfe tatsächlich nicht alles nach, was mir unterkommt, das gebe ich zu.

Aber manche Leute sind wahre, unfassbare Großmeister im Sachenglauben, da kann ich nur erstaunt zuschauen und danach daran arbeiten, meine Kinnlade wieder an ihre angestammte Position zu heben. Was ihr alles glaubt… einfach so!

Jeder Esoterik-Wutz mit Facebook-Account kann sich über Heerscharen von Anhängern freuen. Ich muss nur "guter Rat" oder "kostenlose Kalendersprüche" oder "fast gar nicht kostenlose Schulungen" irgendwo erwähnen, und zack! finden sich ein paar bestimmt ganz schlaue Leute die das gut finden und… ganz offensichtlich alles schlucken und jeden Murks für bare Münze nehmen.

Leute, die in meiner ganz persönlichen Timeline auftreten. Leute, die ich also ganz persönlich auserwählt habe und… ich kann einfach nicht glauben, was einige von euch mir da teils mehrmals am Tag vorsetzen.

Euch ist klar, dass das Geschäftemacher, Sektierer und Staubsaugerverkäufer vom übelsten Schlag sind, richtig? Ihr würdet keinen Gebrauchtwagen von einem "freien Händler" kaufen weil die alle so zwielichtig sind, aber ihr glaubt wirklichganzernsthaft daran, dass die Kondensstreifen hinter Flugzeugen das Werk einer bösen Macht sind? Euch ist nicht bewusst, dass die 'Kinderschutzseite' die euch 'gefällt' von der NPD stammt? Ihr verbreitet in riesigen Bilder-mit-Sprüchen die Botschaften eines Mannes, der behauptet dass Krebskranke eh immer selbst schuld an ihrer Erkrankung sind und sich nur selbst heilen können - natürlich viel besser nach einer kostenpflichtigen "Intensiv-Schulung", ist doch klar.

Bei solchen Sachen ist es bei mir dann vorbei, wirklich. Es gibt Wikipedia. Es gibt Suchmaschinen. Macht euch schlau, bevor ihr Sachen… glaubt und dann weiterverbreitet. Ist doch nur ein Spruch von Ghandi auf einem Sonnenuntergang und das tut doch keinem weh? Doch, tut es sehr wohl. Ihr gebt unter Umständen gefährlichen Leuten Reichweite.

Ich nehme euch da eure guten Absichten ab, ganz sicher. Ich will auch vieles glauben - zum Beispiel daran, dass Einhörner existieren oder dass Arminia Bielefeld in den nächsten drei Jahren Meister wird. An die seit 1984 fest versprochene Fortsetzung von The Adventures of Buckaroo Banzai Across the 8th Dimension. Daran, dass meine Haare nicht grau, sondern mithrilfarben werden.

Unwahrscheinlich? Stimmt.

Ich fürchte, da kann ich lange glauben und hoffen. Aber wenigstens, geneigte Leser, gebe ich damit hoffentlich keinem einzigen gefährlichen Spinner oder Kriminellen auch nur eine Sekunde eine Chance, seinen Dreck auch nur einem einzigen weiteren Menschen unterzujubeln.

Nichts mehr mit dem zu tun

Liebe Menschen-

dass ihr schon ein wenig merkwürdig seid- das wisst ihr schon, oder? Ich jedenfalls wundere mich immer wieder über dieser Spezies und wie sie miteinander umgeht. Man könnte sagen, ich hätte lebenslange Erfahrung mit euch, aber ich sehe mich immer wieder ratlos an euch scheitern.

Zum Beispiel habe ich nur Vermutungen darüber, was ihr mit der folgenden Aussage sagen wollt:

"Mit dem habe ich ja auch nichts mehr zu tun."

Was soll das eigentlich bedeuten, hm? Ich habe da nur meine Hypothesen und vielleicht könnt ihr mir da weiterhelfen. Ich will ja verstehen.

  1. Du hast wirklich schon eine Weile nichts mehr von dem angefragten Menschen gehört und das ist alles - du weißt nichts weiter über ihn.
  2. Du hast wirklich schon eine Weile nichts mehr von diesem Menschen gehört und das ist auch eine bewusste Entscheidung - du distanzierst dich von ihm, weil du so eine Ahnung hast, dass da gleich ein paar unangenehme Fakten kommen, mit denen du lieber nichts zu tun haben willst.
  3. Du und der angesprochene Mensch, ihr war einmal Freunde oder ein Paar. Ihr seid kein Paar mehr oder keine Freunde mehr.
  4. Ihr habt keinen Sex mehr miteiander.
  5. Du möchtest einfach gerade nicht über den besagten Menschen reden. Es könnte sein, das er dich langweilt. Es könnte sein, dass du genervt bist, weil immer dieselben über sie oder ihn kommen. Ein Themawechsel wäre dir lieb.
  6. Du hast den besagten Menschen länger nicht getroffen, bedauerst das aber und wünscht dir, es wäre anders.

Wenn ich also diesen Satz höre, dann bin ich ganz verwirrt. Vielleicht wäre es gut, ihn komplett zu vermeiden. Wenn ihr mit mir zu tun habt.

Fahren und so weiter.

Auto fahren fand ich immer ganz ok. Ich fand es ganz gut, endlich einen Führerschein zu haben, aber für mich war es nicht so unglaublich erstrebenswert wie für viele meiner Freunde: Ich habe ihn auch erst mit 19 gemacht, ziemlich spät für ein Landei wie mich. Vielleicht können das Leser aus der Stadt heute nicht mehr so gut nachvollziehen, aber für uns war es damals gar nicht anders möglich, abends anders "weg zu kommen" als mit dem Auto. Das war schon wichtig, um so etwas wie Freizeit zu haben, Freunde zu treffen.

Ich habe allerdings meine Zeit nie besonders gern am Steuer verbracht - nicht, dass ich damit Probleme hatte - es war nur einfach ein Mittel, um von A nach B zu kommen. Mir war übrigens auch ziemlich egal, von welchem Hersteller das Fahrzeug nun stammte - solange es funktionierte und mich nicht in den Ruin trieb, finanziell oder körperlich.

Wegen meiner Arbeit muss ich unter der Woche von Bielefeld nach Bad Oeynhausen pendeln und wie jeder der einigermaßen bei Trost ist, versuche ich das mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu regeln um nicht wahnsinnig zu werden.

Ach, ja. Sprit ist auch teuer geworden und ich will nicht leugnen, dass ich versuche unsere Welt nicht unnütz mit Abgasen zu verpesten. Unnütze Fahrten vermeide ich also ganz gern.

Aber…

Seitdem ich ein anderes Auto fahre (nicht mehr Golf Kombi Diesel…), macht mir Autofahren richtig Spaß. Mir macht Kurven fahren Spaß, mir macht Beschleunigen Spaß, mir machen Sachen Spaß, die ich in der Vergangenheit kaum wahrgenommen habe.

Seltsam. What a difference some Blech makes.

Vielleicht - so dachte ich - machen mir andere Sachen in meinem Leben auch viel mehr Freude, wenn ich einfach die notwendigen Werkzeuge ein wenig verbessere.

Bürokrams macht mir am MacBook bedeutend mehr Freude als an meinem großen PC. Kochen mit ordentlichen Messern macht viel mehr Spaß als mit Werkzeug, das bei jedem Anfassen erneut nervt.

Ich denke bei den Messern immer daran, dass die ja ganz schön teuer waren und die billigen Teile es ja auch irgendwie getan hätten. Ich denke beim Fahren daran, dass so ein Seat Marbella ja auch irgendwie von A nach B befördert.

Schätze, ich habe mich einfach für mehr Freude in allem entschieden - und wenn ich das hinbekomme, wenn ich einfach nur kleine Details anpassen und vielleicht sogar etwas mehr ausgebe… ich glaube, dann werde ich das in Zukunft auch mehr tun.

Fast sechs Monate Ironblogger OWL

Beinahe ein halbes Jahr lang schreibe ich schon wöchentlich einen Eintrag und bisher bin ich nicht ein einziges Mal ausgefallen, nicht ein einziges Mal habe ich Blogger-Urlaub eingereicht. Was meine Schreibfrequenz angeht, ist diese Methode der Fremdstrukturierung namens Ironblogger OWL also ganz erfolgreich gewesen. Ich finde zudem nicht, dass ich qualitativ schlechter geworden bin, eher im Gegenteil: Ich habe ein wenig mehr das Gefühl, gelesen zu werden als bisher und vielleicht gebe ich mir ein wenig mehr Mühe. Wer weiß das schon, ich jedenfalls nicht. Andere sollen das beurteilen.

Auch ein Erfolg ist sicher die Teilnehmerzahl, die mich schon ein wenig erstaunte: "Wie, die ist auch aus OWL? Schau an."

Ein wenig enttäuscht bin ich schon, was die Vernetzung angeht. Ich hatte mir schon erhofft, hier mehr Kommunikation zu erleben als die wöchentliche Meckermail vom Bot, die uns ein wenig Feuer unterm Hintern macht, weil wir am Freitag immer noch nichts geschrieben haben. Man redet weiter mehr oder weniger mit denselben Leuten wie zuvor, das könnte so viel toller sein! Möglicherweise ist das aber auch nur mein persönlicher Wunsch und die anderen haben wirklich schon viel zu viel Gequatsche um die Ohren - aber, hey, das hier ist ja auch mein ganz persönliches Blog und ich darf das vermissen.

Da ist eine Menge an Säumnisgebühren in der Kasse und viel zu verbraten, wenn wir denn einmal zusammenkommen. Ich habe da schon etwas in der Hinsicht gehört und freue mich darauf, euch endlich zu sehen.

Ich blogge solange eisern weiter.

Bettlektüre

Da war eine Latte. Da, wo die Manschette locker hängt.

Da war eine Latte. Da, wo die Manschette locker hängt.

Ich glaube, ich habe mein Bett kaputtgeschlafen. Vor einer Woche hat der Lattenrost eine seiner Mit-Latten entlassen - das war nicht nur ordentlich laut, sondern auch mehr als nur ein wenig peinlich. Ich war allein und ich lag im Bett und ich fand das peinlich. Es war nun auch nicht so laut, dass es die Nachbarn gehört haben - wobei das Haus hellhörig ist und die Nachbarn recht scharfe Ohren haben und ich von denen ja auch so einiges… aber ich schweife ab. Nach diesem Schock erholte ich mich und dachte nach:

Bin ich etwa plötzlich so schwer geworden, dass mich meine Schlafstätte nicht mehr tragen will und sich lieber in die eigenen Bestandteile auflöst, als weiter mir weiter treu Dienst zu tun?

Manche Leute scheinen ja zu glauben, dass mein Liebesleben ziemlich einige sportliche Aspekte hat und daher das Bett erhöhte Abnutzungserscheinungen… nun, genau so ist es auch. Glaubt das ruhig weiter.

Vielleicht sollte man sich aber nach gut 10 Jahren einmal nach einem Ersatz für Rost und Matratze umschauen. Mir tun seit einer Weile immer öfter die Knochen weh und die Schmerzen sind fast wieder weg, wenn ich gelegentlich fremdübernachte - jedenfalls dann, wenn ich nicht gerade auf dem Fußboden penne. Dazu kommt, dass ich anderswo länger schlafe, selbst wenn die Umgebung nicht sonderlich leise ist. Es ist das Bett, Folks.

Ich will etwas Neues und bin total hilflos. Ich denke, das hier könnte der Beginn einer längeren Suche werden. Ihr müsst mir helfen.

Wir-Gefühl

Vielleicht ahnen einige Leute bereits, worauf ich hinaus will: Es ist der exzessive Gebrauch der "Wir-Form" in oh-so-vielen Texten der letzten Jahre.

Wir sind bequem geworden. Wir verhalten uns zunehmend selbstgefällig. Wir Männer sind total unreflektiert. Wir Männer wollen immer Fleisch essen. Wir sind abhängig von unseren Smartphones. Wir bilden uns unsere Lebensmittelintoleranzen ein. Wir Singles sind allesamt unglücklich und wünschen uns insgeheim eine Beziehung, sind aber zu feige es zuzugeben.

Und so weiter. Und so weiter. Ich lese solchen Kram und wundere mich, seit wann Telepathie allgegenwärtig geworden ist und wer mich zum besten Kumpel der Schreiberinnen und Schreiber gemacht hat, die scheinbar einen vollständigen Einblick in meine Befindlichkeiten haben. Ich lese die erste Zeile und bin bereits derselben Meinung des Textes und wundere mich, wie so etwas geht.

Das steht schließlich so da geschrieben.

Nicht: "Ich traue mich nicht, Mitglieder des anderen andere Geschlecht anzusprechen und fühle mich einsam.", sondern "Wir sind einsam und finden es enorm schwierig, das erste Wort zu finden."

Der Erzähler spricht einfach mal für mich mit und nimmt sich als Person bequemerweise selbst aus der Schusslinie, wenn denn ach-so-kluge Betrachtungen über uns abgesondert werden. Denn, hey, man schreibt ja nicht nur die eigenen Ansichten und Erfahrungen nieder, sondern weiß seine Armee aus Lesern hinter sich, denen man dieselbe Denke unterstellen kann. Da ist man wenigstens nicht so alleine in seinen Aussagen. Ist das so? Ich weiß es nicht.

Ehrlich gesagt will ich überhaupt nicht wissen, was wir denken und fühlen und zu sagen haben. Ich will wissen, was du denkst und fühlst.

Ich fände es schön, wenn du das verdammte Rückgrat hättest, deine Texte auch in deinem Namen zu schreiben - nicht in unserem, wer immer das auch sein soll. Das wäre spannender. Es wäre weniger feige und auf jedem Fall weniger anbiedernd und anmaßend. Wenn du denn etwas zu sagen hast. Vielleicht finde ich mich darin wieder, aber das entscheide ich - bitteschön - selbst. Nebenbei: Ich war übrigens auch noch nie Papst oder Weltmeister von irgendetwas.

Schreib in deinem Namen, schreib deine Geschichten.

Ich und die Küche der Schweiz

Ich habe diesseits von Fondue nie besonders viele Berührungspunkte mit der Schweizer Küche gehabt - dass ich nun gerade heute anstelle von Pizza typische schweizerische Gerichte in geschmackvollem - typisch schweizerischem - Ambiente der Schweizer Bootschaft1 erleben durfte, hätte ich mir nun auch nicht geträumt. Nun, eines ist die eidgenössische Küche ganz sicher nicht: Leicht oder Diät-kompatibel. Dafür aber mächtig, ziemlich rustikal und ganz schön lecker und durchaus voller Überraschungen. Wie ich lernen durfte- ich lernte eine Menge an diesem Abend - sind Speckspätzle nicht etwa so etwas profanes wie "Spätzle-Nudeln mit Speck." Nein, es handelt sich durchaus um Nudelteig, der aber mit Speck und Kräutern und oft sogar mit Käse gefüllt ist. Das gefiel mir. Gegen diese Spätzle können die Schwäbischen - tut mir leid- einpacken.

Noch viel begeisterter von allem schweizerischen ist jedoch der Wirt (und Koch, nehme ich an), der sicher nicht nur uns gern viel Wissenswertes über seine Leidenschaften - die Schweiz und Maritimes - mit auf den Weg gab. Wer also Probleme mit eher gesprächiger Bedienung hat, könnte hier durchaus herausgefordert werden. Ich persönlich werde aber in Zukunft gern noch ein paar weitere unaussprechliche Mysterien von der Karte ausprobieren...

P.S.: Tatsächlich habe ich das geschrieben, bevor ich von den aktuellen Nachrichten aus der Schweiz hörte. Ändert eigentlich nichts am Inhalt. Ich war komplett unpolitisch essen.

  1. Das zweite "o" ist kein Zufall []
Seite 7 von 283« Erste...56789...203040...Letzte »