Ich und die Küche der Schweiz

Ich habe diesseits von Fondue nie besonders viele Berührungspunkte mit der Schweizer Küche gehabt - dass ich nun gerade heute anstelle von Pizza typische schweizerische Gerichte in geschmackvollem - typisch schweizerischem - Ambiente der Schweizer Bootschaft1 erleben durfte, hätte ich mir nun auch nicht geträumt. Nun, eines ist die eidgenössische Küche ganz sicher nicht: Leicht oder Diät-kompatibel. Dafür aber mächtig, ziemlich rustikal und ganz schön lecker und durchaus voller Überraschungen. Wie ich lernen durfte- ich lernte eine Menge an diesem Abend - sind Speckspätzle nicht etwa so etwas profanes wie "Spätzle-Nudeln mit Speck." Nein, es handelt sich durchaus um Nudelteig, der aber mit Speck und Kräutern und oft sogar mit Käse gefüllt ist. Das gefiel mir. Gegen diese Spätzle können die Schwäbischen - tut mir leid- einpacken.

Noch viel begeisterter von allem schweizerischen ist jedoch der Wirt (und Koch, nehme ich an), der sicher nicht nur uns gern viel Wissenswertes über seine Leidenschaften - die Schweiz und Maritimes - mit auf den Weg gab. Wer also Probleme mit eher gesprächiger Bedienung hat, könnte hier durchaus herausgefordert werden. Ich persönlich werde aber in Zukunft gern noch ein paar weitere unaussprechliche Mysterien von der Karte ausprobieren...

P.S.: Tatsächlich habe ich das geschrieben, bevor ich von den aktuellen Nachrichten aus der Schweiz hörte. Ändert eigentlich nichts am Inhalt. Ich war komplett unpolitisch essen.

  1. Das zweite "o" ist kein Zufall []

Dortmunder Beobachtungen, die mich verwundern.

Kanne Ich war nun schon sehr oft in Dortmund unterwegs und ich mag Dortmund und ganz viele Dortmunderinnen und Dortmunder gern. Aber manchmal kommen mir Sachen unter, die ich einfach für die Außenwelt dokumentieren muss, weil ich sie mir schlicht nicht erklären. Zum Beispiel dieser Schnappschuss vom letzten Wochenende. Was genau soll ich davon halten, hm?

Egal. Ich finde es sympathisch, was immer es auch bedeuten soll. Ich muss ja nicht immer alles verstehen.

Die Wärme ist zurück.

So eine Heizung ist eine wundervolle Sache.

So richtig klar wurde mir das erst, als sie ausgefallen ist. Für beinahe eine ganze Woche. Ich kann euch ganz sicher sagen, dass die Nacht von Sonntag auf Montag - die mit den geringen, aber für mich wirklich deutlich spürbaren Minusgrade - eine der fürchterlicheren Nächte meines Lebens gewesen ist. Es ist nicht so, dass man im Bett friert. Eigentlich ist die Zeit vor dem Einschlafen die angenehmere, denn mit Körnerkissen und noch einer Decke obendrauf fühl es sich eigentlich an wie immer - nur etwas kuscheliger. Draußen die kalte, lebensfeindliche Wohnung, im Bett sind die Guten in Sicherheit- beziehungsweise der Gute, beziehungsweise ich.

Bis dahin allerdings... lernte ich, dass man ohne Heizung die Kälte von draußen spüren kann, wenn man an der Wand vorbei geht. Wie sich die Kälte langsam in die Knochen vorwagt. Dass frieren träge macht und man nicht einmal mehr Lust hat, fürchterliche Wesenheiten aus virtuellen Welten zu vertreiben. Außerdem lenkt es vom Lesen ab.

Kurz: Ich empfehle kalte Wohnungen niemandem und ich kann euch garantieren, dass ein Heizlüfter höchstens einen einzigen Raum gerade noch einigermaßen bewohnbar halten kann, dafür aber für einen trockenen und beständigen Luftzug sorgt, der eure Atemwege zeitnah Protest husten lässt. Der Rest der Wohnung bleibt wie er ist - nicht nur eisig, nach ein paar Tagen stellt sich auch eine klamme, wirklich unangenehme Feuchtigkeit ein.

Dann, letzten Dienstag, als der Heizungstechniker kam und meine Therme reparierte... und ich später am Tag in eine auf tropische 1,6 Grad Celsius erhitzte Höhle trat... ein guter Moment, geschätzte Leserinnen und Leser. Ein extraordinär guter Moment.

*

Ich möchte mich bei euch bedanken - ihr, die ihr euch mein Jammern und Wehklagen angehört und mir hin und wieder nette Sachen geschrieben habt. Die Heizungsfirma war toll, mein Vermieter hat sich auch große Mühe gegeben, die Sache schnell über die Bühne zu bringen.

Ganz deutlich nicht möchte ich meiner handlungsallergischen Hausvermieterfirma danken: Euer Nichtstun hat mir eine verdammt üble Woche beschert. Mein Vermieter erfuhr erst von mir, das er einer Reparatur zustimmen musste. Dann ging es ganz flott.

Was zur Hölle tut ihr so einer Verwaltungsfirma eigentlich den ganzen Tag - wenn das Büro denn mal besetzt ist, versteht sich? Euren Job jedenfalls mit Sicherheit nicht, wenn man euch tunlichst umgehen muss, um Hilfe zu bekommen.

Klar: Meine Hausverwaltung hat schon einen Ruf, das weiß ich inzwischen. Es gibt in dieser Stadt aber noch andere mit nochmal deutlich schlechterem Ruf. Wenn ich mir jetzt vorstelle, ich hätte keine immer noch relativ robuste Gesundheit. Wenn ich mir vorstelle, ich hätte kleine Kinder. Wenn da einfach tagelang keiner der Profi-Verwalter seiner sicherlich unglaublich komplexen Aufgabe - Problem gemeldet bekommen, ggf. Vermieter anrufen, Hilfe schicken - nachkommt... ich will einfach nicht an die möglichen Folgen denken.

Warum sind solche Unternehmen noch im Geschäft? Warum ist man als Mieter diesen skrupellosen, fettärschigen Nichtstuern ausgeliefert? Gibt es da wirklich keine Alternativen?

Heizungsschaden und wie man die Sache überlebt.

Das Ersatzteil.

Das Ersatzteil.

Dass ausgerechnet jetzt meine Heizung auch noch komplett den Geist aufgeben muss, war ja nun nach der Autogeschichte auch keine besonderes kreative Idee für ein Sequel. Ich kann mir schon vorstellen, wie die Drehbuchautoren meines Januars sich zusammensetzen und eine echt kreative Fortsetzung zusammenklatschen.

  • "Nun gut, der Monteur kommt und… nein, er stellt nur fest, dass es keine Hoffnung mehr gibt. Dann fährt er weg."
  • "Und unser Held? Auf sich allein gestellt? Ein Mann und seine Schlittenhunde kämpfen gegen das Erfrieren? Guter Stoff."
  • "Ja, aber bevor es mit ihm zuende geht, kommt der sympathische Monteur doch noch einmal zurück. Mit einem Heizlüfter."
  • "Verdammt guter Stoff. Ich sehe es direkt vor mir… funkelnde Augen, Freudentränen…"

Ja, ich und der Lüfter. Wir beide warten dann mal, ob sich der Vermieter entscheiden kann, eine neue Therme einzubauen oder noch ein paar Nächte darüber schläft. Schließlich weiß er schon seit Tagen davon, dass meine Therme langsam kaputt geht. Immerhin ist der Heizlüfter irgendwie hübsch - das ist doch auch was.

Bald in diesem Blog: "Der Januar 2014, Teil 3 - Plötzlicher Wintereinbruch."

Ich geh jetzt ne warme Pizza essen, Leute.

Gebrauchtwagenkauf und wie man die Sache überlebt.

Ich mag es nicht, mir ein Auto kaufen zu müssen. Nicht, dass ich besondere Probleme damit hätte, erkleckliche Mengen Geld auf einen Schlag auszugeben - nein, ganz im Gegenteil, das macht mir eine Menge Freude. Aber in einem bestimmten Zeitraum schon aus rein beruflichen Gründen wieder mobil sein zu müssen - das finde ich nun doch ein wenig stressig.

Zug fahre ich trotz der Deutschen Bahn nämlich gerne, generell lasse ich gern chauffieren.

Nun gut: Ich brauchte also ein gebrauchtes Auto. Es war schon nicht ganz einfach, sich überhaupt über die eigenen Bedürfnisse klar zu werden und den wirklich fast unüberschaubaren Gebrauchtwagenmarkt etwas konkreter nach meinen Anforderungen zu durchsuchen: Ich fahre nicht mehr so viel Strecke, dass sich ein Diesel rentieren würde und ganz sicher brauche ich als kinderloser Single Jahre nach meiner Arbeit in der ambulanten Jugend- und Familienhilfe keinen Kombi mehr, um Heerscharen von Kindern und deren tonnenschweres Gepäck zu transportieren - Gott sei dank. Ich will also lieber ein handliches, zuverlässiges Gefährt mit dem ich gut im Stadtverkehr klar komme und mit dem das Fahren im Idealfall sogar ein klein wenig Spaß macht. Also keinen Skoda Fabia, wenn ihr versteht, was ich meine.

Vielleicht glaubt ihr ja die bekannte Legende über den finsteren Charakter und die Abgründigkeit von Gebrauchtwagenverkäufern; ich persönlich bin mir da nicht so sicher. Vielleicht sind sie wirklich so gefährlich. Aber der Urheber jener These hat offensichtlich niemals versucht, einen gebrauchten Wagen von der Vorbesitzerin aus der Hölle zu erwerben.

Ich jedoch überlebte und kann berichten.

Die Dame X. bot ein wirklich wundervolles kleines Wägelchen an, perfekt ausgestattet, augenscheinlich mit großer Liebe gepflegt und preislich zwar überteuert, aber doch noch einigermaßen im Rahmen des Erträglich an.

Ich rufe also an und versuche einen Termin zu machen, um das Fahrzeug einmal anzuschauen und vielleicht sogar eine Probefahrt zu machen und vielleicht-vielleicht eine Kaufabsicht zu äußern. Sie war einigermaßen schockiert und war ganz entsetzt, dass jemand sich wirklich für ihr Auto interessierte. Dennoch schafften wir es, uns zu verabreden. Fuhren hin. Trafen Dame X.

Dame X. war mittleren Alters, außerordentlich gepflegt und Mutter zweier Kinder. Sie erzählte gleich, dass sie eigentlich nicht gern verkauft, aber da kommt ein neuer Wagen und... sie muss ja.

(Das Auto war ganz toll und ganz ehrlich, ich hätte ihn gekauft. Gleich. Fast für ihren Preis.)

Ob ich denn Automatik fahren könnte? Sonst würde sie sich sorgen machen. Ich versicherte, dass ich mich bestimmt schnell einfinden könne... oh, ok. Sie fährt den Wagen doch lieber selbst vor, weil sie - wie sie sagte - Angst hat, dass jemand verletzt wird, haha.

Nun, ich bin trotzdem ganz zufrieden. Ich handele sie ein gutes Stück herunter und nachdem wir wieder nach Hause gefahren sind, rufe ich sie nach reiflicher Überlegung zurück, um die Sache klar zu machen. Dame X. ist noch nervöser als zuvor. Sie sei emotional noch nicht bereit, den Wagen zu verkaufen, aber nun, es müsse ja sein, aber... sie brauche das Auto noch zwei Wochen über die Weihnachtsfeiertage bis ins neue Jahr? Nun, sage ich, wenn es denn sein muss, soll es mir recht sein. In der Zeit könnte man ja schon den Papierkram vorbereiten. Man wird sich einig und ich zahle den Wagen an.

In den folgenden 2 Wochen erhalte ich Unmengen von SMS und Telefonaten, in denen die Fahrzeugübergabe besprochen und immer wieder ein wenig zu Gunsten von Dame X. verändert wird, die ja keine Zeit habe um sich zu kümmern - außerdem könne man ja niemandem trauen und sie habe auch immer noch Sorge wegen meines mangelnden Erfahrung mit Automatik.

Ich beiße mir auf die Zunge und versuche nicht so etwas wie "Ja, man kann niemandem trauen - heutzutage. Darum habe ich ihnen ja auch auf gutes Vertrauen hin eine Anzahlung überwiesen und dafür nichts bekommen." zu sagen.

Nächster Anruf, zig SMS auf der Arbeit. Ich bitte meinen Vater, das zu übernehmen - weil ich so schlicht nicht arbeiten kann. Er macht es. Ich bin sehr, sehr dankbar.

Dame X. will den Wagen doch lieber noch zwei Wochen behalten, das wäre angenehmer. Ich lehne das ab und will das Auto am Wochenende abholen. Sie klingt zerknirscht. Der verabredete passt ihr dann doch nicht wie verabredet - na gut, dann eben schon Donnerstag Abend.

Irgendwie schaffe ich es, die Arbeit so zu legen, dass ich mich am Abend noch von meinem alten Herrn zu Stadt X. fahren lassen kann. Der hat jedoch als ich ankomme, bereits ein Telefonat von Ihr bekommen: Das Radio sei ganz plötzlich nicht mehr gegangen. Sie würde auch einen Hunderter im Preis runtergehen. Langsam, ganz langsam werde ich ein wenig unruhig. Rufe bei einer Werkstatt an: Das sei ein Super-Luxus-Werksradio, an dem Bordcomputer, Klima, Freisprechanlage usw. hängen. Man könnte da nicht einmal andere Lautsprecher dranhängen - alles sehr speziell. Ein Austausch koste bestimmt 700-800€, allein die Diagnose käme auf einen Hunni. Zu dem Zeitpunkt habe ich das Geld schon abgehoben und alles vorbereitet... dennoch: Ich rufe lieber bei Dame X. an und sage, dass ich für den Preis dieses Risiko nicht eingehe - sie soll einen Tausender runtergehen, sonst lasse ich mich gar nicht erst zu ihr fahren und sehe ich mich woanders um. Das wäre jetzt auch mein letztes Wort.

Sie wird immer unruhiger und sagt Sachen wie "Mein Autochen will wohl nicht verkauft werden, haha." Dann ruft sie lieber bei ihrem Vater in Kiew an und erkundet sich - nein, der will nicht mit dem Preis runtergehen. Dann stimmt sie mir doch zu - wenn ich bei einer wider Erwarten günstigeren Radio-Reparatur Geld zurück überweise.

Ich mache es mal kurz, denn das Epos ist bereits lang genug: An dem Abend gehe ich dreimal auf ihre Angebote ein und kaufe den Wagen, nur um einen Rückzieher von Dame X. zu erleben. Ich kichere zunehmend zwanghaft, wenn ich nur ein Telefon ansehe und bekomme zittrige Hände, sobald ich nur an einen Reifen denke. Ich lege auf und verabschiede mich, nachdem ich meine Anzahlung zurückfordere.

Dann fahre ich nach Hause.

Meinen Vater hat sie in der Zeit noch etwa 10mal angerufen, ganz zu schweigen von einem unsäglichen SMS-Bombardement. Ich schäme mich dafür, ihn je in die Sache hereingezogen zu haben, meine geschätzten Leserinnen und Leser. Das konntet ihr euch sicher schon denken.

Nun, leider brauche ich immer noch ein Auto. Allerdings habe ich mich dann auf Händler verlegt und gestern ein ganz tolles rotes Auto angeschaut, am Ende der Welt.

Ich setzte mich auf den tiefliegenden Fahrersitz. Ich fühlte mich gleich wohl. "Keine Automatik", dachte ich. "Vielleicht muss jetzt auch niemand sterben." Ich startete den Motor, alles klingt toll. Nichts würde mehr schiefgehen, die Probefahrt würde prachtvoll laufen, ich würde endlich diese Plage hinter mir haben und einen Wagen in meinem Besitz, mit dem ich sehr gut Leben könnte. Nicht so gut ausgestattet, aber dafür mit Garantie und weniger Wahnsinn.

"Alles wird gut.", dachte ich. Ich fühlte mich völlig ruhig und war gleichzeitig voller Vorfreude.

Ich griff zum Schaltknüppel, zog ihn... und hatte den Griff in der Hand, der offensichtlich beschlossen hatte, sich just in diesem ungünstigen Moment vom Rest des Fahrzeuges zu lösen.

Oh. Na gut.

Nicht besonders gut.

Ist es das Wetter?

In fast jedem Jahr gibt eine bestimmte Zeit, in der ich mich auf eine ganz spezielle Art nicht wohl fühle. Jetzt gerade ist es wieder einmal soweit: Es ist zu warm für den Winter, es ist düster und nass. Wenn ich morgens aus dem Haus gehe, ist es noch dunkel, wenn ich nach der Arbeit zurückkehre, ist es bereits wieder dunkel. In den Gedanken und draußen in der Welt auch.

Ich glaube, ich fühle mich einsam und dazu habe ich - in gewisser Hinsicht - kein Recht: Ich habe schließlich viel mit Menschen zu tun, die ich mag und die mich auch gern haben. Das ist gut so. Aber… zu viel Nähe ist mir dann auch wieder unangenehm und nach einem Treffen brauche ich lange, lange Zeit für mich allein.

Es sind nicht viele dieser Tag im Jahr, aber es gibt diese Zeit bei mir, so lange ich mich zurück erinnern kann. Ich weiß - Das geht alles vorbei und keiner muss sich wirklich Sorgen um mich machen oder noch schlimmer, aufmunternd sein. Seid bitte nicht aufmunternd. Es geht mir nämlich nicht schlecht, sondern nur eben… nicht besonders gut. Es fühlt sich so an, als wäre ich fremd auf diesem Planeten.

Der Frühling kommt bestimmt und ich hoffe, er kommt pünktlich und hat alle serienmäßigen Extras wie Sonnenlicht und Wärme. Bis dahin darf es aber auch bitte richtig Winter werden - gern mit ordentlich Frost und all dem wundervollen Zeug wie Schneegestöbern und Zugverspätungen.

*
Diesen Eintrag schreibe ich nicht, weil ich glaube, mich besonders auffällig zu verhalten und mich erklären sollte - es ist schon gar kein stiller Ruf nach Hilfe. Ich glaube allerdings, das es gerade anderen Menschen so ähnlich gehen könnte wie mir. Ihr seid nicht allein. Ihr seid vielleicht auch merkwürdig, aber das ist in Ordnung.

Hanseatische Impressionen.

Rotlicht Gerade hatte ich Besuch aus Hamburg. Kurz darauf fand ich in der S-Bahnhaltestelle diesen halbvollen Gruß aus der Hansestadt, den wohl ein gedankenvoller aber nur leidlich durstiger Zecher in der letzten Nacht hinterlassen hatte. Dieser Mensch hat sich eine Menge Mühe gegeben und sein Halbleergut ästhetisch ansprechend platziert. Meine geneigten Leser- ich sage nur: Mise en Scène.

Vielleicht kein Zeichen für norddeutsche Zeiten in Ostwestfalen - steht gar eine Invasion bevor? Man weiß es nicht! - bestimmt aber angenehm rot in der Gesamtkomposition.

Bielefeld ist so schön, wenn es die Einflüsse fremder Kulturen so reibungsarm in sein großes unterirdisches Herz aufnimmt.

Ihr Paare seid erstaunlich und ich finde euch toll.

Ich bin ja inzwischen schon ganz schön alt, aber ich kann immer noch nicht sagen, ansatzweise den Mysterien dieser… Sache, die Gelehrte "zusammen sein" nennen, näher gekommen zu sein. Meine Bewunderung für glückliche Paare nimmt allerdings minütlich zu.

Wie macht ihr das nur? Mit jemandem zusammen sein, den ihr richtig toll findet und wissend, dass der andere Mensch euch auch nicht nur ein wenig, sondern unglaublich gern hat? Man könnte von Liebe sprechen. Wusstet ihr schon, dass ihr alle unglaublich seid? Ja, doch.

Bekanntlich habe ich keine besonderen Probleme mit Frauen. Ich mag Frauen und ich glaube, einige von denen mögen mich auch. Kein schlechter Schnitt, würde ich sagen. Ich kann mit Frauen alle möglichen unterhaltsamen und ernsten Dinge tun. Flirten? Nun ja. Es gibt auf jeden Fall noch deutlich Schlimmere als mich. Trotzdem ist mir sehr unangenehm, wenn man mich "Schamör" nennt. Ich habe dann nämlich ganz sicher keinerlei Absichten.

Sobald ich allerdings eine Frau ganz besonders wundervoll finde und ich Absichten habe- und dabei muss ich noch nie ein Wort mit ihr gewechselt haben - ändert sich alles: Ich werde das Gegenteil von charmant und verkrampfe ganz merkwürdig, so sehr dass ich mich selber unangenehm und peinlich finde. Ich will ja auf keinen Fall etwas unangemessenes tun oder sagen - in der Folge sage oder tue ich gar nichts mehr oder schlimmstenfalls… sage oder tue ich Unangemessenes. Ich bin niemals so nervös gewesen wie in der Gegenwart von Frauen, die ich liebe oder bewundere. Selbst in Beziehungen - ich habe einfach nur Angst, all das wieder zu verlieren.

Wenn ich mich also in deiner (weiblichen) Gegenwart sehr merkwürdig stottere, seltsame Sachen tue oder erfolglos versuche, wegzulaufen oder mich zu verstecken, dann bin ich womöglich ein großer Bewunderer oder in dich verliebt.

Um so grandioser finde ich euch Leute, die es einfach raus haben und ganz schlicht gut zusammen klar kommen, obwohl sie sich offensichtlich lieben.

Und ich? Ich gebe einfach nicht auf und bewahre in Zukunft… vielleicht… etwas mehr… die Nerven.

Darüber lacht die Welt. Heute: Brot.

Brot-KillerManchmal mache ich ja Sachen, auf die ich nicht gerade stolz bin, die aber viel zu gut sind, um sie nicht mit euch zu teilen - diese Erlebnisse nicht für die Nachwelt zu dokumentieren - das wäre im Grund ein Verbrechen. Also erzähle ich euch mal, was mir heute Abend passiert ist:

Ich habe mir das Brotmesser genommen, um mir ein, zwei Schnitten Brot zu schneiden. Dann habe ich jenes Brot getoastet und mir etwas vorzüglichen französischen Käse aus dem Kühlschrank geholt. Kurz darauf passierte es - das überaus Peinliche. Meine Damen, meine Herren:

Ich habe mich an einem scharfkantigen Stück Brot geschnitten.

Ich brauchte ein Pflaster für die geschundene Fingerkuppe und nun teile ich diese Neuigkeit mit euch. Ich - Das bedauernswerte Opfer eines Roggenmischbrotes.

Tja.

Brotbild: © Oxfordsquare | Dreamstime Stock Photos & Stock Free Images, Font: Potty Mouth von blambot, Gedankenblase Freeware von Apostropic Lab

Gute Nachrichten frei Haus.

Man sollte eigentlich denken, dass jeder von uns eigentlich schon genug E-Mail bekommt und insbesondere ausreichend Newsletter, wenn die noch nicht automatisch in den Papierkorb befördert werden.

Ich freue mich allerdings gegen Ende jeder Woche auf einen besonderen Newsletter: Neues aus der Zukunft von Carlo Zottmann, der seine Publikation wie folgt beschreibt:

Es gibt so viele gute Nachrichten aus Forschung und Wissenschaft, von denen kaum jemand erfährt. Unsere Nachrichtenkanäle berichten nur von Problemen, Katastrophen, Mord, Krieg und der Bundestagswahl, und wenn das alles ist, was man aufnimmt, wird das eigene Weltbild negativ verzerrt.

Wenn NadZ bekomme, fühle ich mich für ein paar kleine aber außerordentlich prächtige Sekunden... ziemlich gut. Vielleicht lächle ich sogar für eine kurze Zeit - heimlich natürlich, damit mein cooles Image keinen dauerhaften Schaden nimmt.

Ich finde: Das ist ein kostenloser Newsletter den ihr mal abonnieren könnt, ohne es auch nur eine Sekunde zu bereuen.

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