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Lichte und schattige Tage.

Wie Schnee klingt

In der Stadt vergisst man die alten Geräusche, weil es so viele neue gibt und die meisten sind laut. Eben habe ich mich erinnert, als ich durch das dunkle Viertel lief und mir der Pulverschnee mir vergebens in die Augen wehen wollte, einer der seltenen Vorteile des Brillenträgertums neben dem bedeutungsvollen die Brille-auf-die-Nase-Hochschiebens.

Ssssssssssss, nur viel leiser als Du das denkst.

Da war es dann wieder und dann die Erinnerungen an das mit den Großeltern durch den Wald gehen.

Die Erinnerung, irgendwo auf dem Weg nach Oppenwehe den Wagen in Zeitlupe in den Graben gefahren zu haben, den einzigen Wegweiserweiser weit und breit mitgenommen und damit ohne Zeugen den vermutlich langsamsten wirtschaftlichen Totalschaden der Geschichte fabriziert. Auf dem Weg zur Telefonzelle, nur noch dieses Geräusch und das Gefühl totalen Versagens.

Ich mag den Klang noch.

Fediverse-Reaktionen

Kommentare

Eine Antwort zu „Wie Schnee klingt“

  1. Avatar von Volkmar

    Hachz. Passend zu fast genau 20 Jahren nach der Schließung des Domes.

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